WINGS erkämpfen Auswärtssieg in Chemnitz
Trotz einer strapaziösen 1.000-Kilometer-Anreise und eines stark dezimierten Kaders von nur acht Spielerinnen sicherten sich die WINGS einen deutlichen 68:53-Erfolg bei den ChemCats Chemnitz. Nach einer schwachen ersten Halbzeit, die von einer miserablen Wurfquote geprägt war, drehte das Team im dritten Viertel (24:9) richtig auf. Durch eine aggressive Defensive und zahlreiche Steals erzwangen die WINGS entscheidende Fehler der Gastgeberinnen und verwandelten diese konsequent in schnelle Punkte.
Individuell glänzten vor allem Tessa Brugler (15 Punkte, 9 Rebounds) und Leonie Kampes (11/9), die beide nur knapp an einem Double-Double vorbeischrammten. Während Kendra Parra mit sieben Assists Regie führte, wurde der Sieg jedoch durch die Verletzung von Lucie Keune getrübt, die nach einer starken Anfangsphase umknickte. Für die WINGS kommt die nun anstehende dreiwöchige Spielpause daher zum idealen Zeitpunkt, um die Verletzungssorgen zu sortieren, bevor am 1. März das Heimspiel gegen Rotenburg ansteht.
Das sagt Coach Patrick Reusch: „Unsere erste Halbzeit war eine der schlechtesten im bisherigen Saisonverlauf. Ich kann niemandem einen Vorwurf machen, dass kaum ein offener Wurf rein ging – aber wir haben phasenweise komplett unseren Kopf verloren, defensiv genau das Gegenteil unserer Prinzipien gemacht und sind offensiv unsere Plays falsch oder nachlässig gelaufen. Auf die Art und Weise, wie wir in der zweiten Halbzeit durch starken Kampf und eine hervorragende Ausführung unserer speziellen Zonenverteidigung zurückgekommen sind, bin ich jedoch sehr stolz. Wir hoffen, dass Lucies Verletzung nicht zu schlimm ist – die längere Pause kommt für uns bei der Vielzahl an mittel- und langfristigen Ausfällen zu einem sehr guten Zeitpunkt.“
Text & Foto: Sören Pröpper