Leonie Schütter legt Basketball-Pause ein

Mit Leonie Schütter verabschiedet sich, nach Luca Marré, der nächste Eckpfeiler des Leverkusener Frauenbasketballs – zumindest vorübergehend.

Leonie ist bereits seit 2015 ein Teil des BBZ Opladen und kam damals von Zweitligist Hagen nach Leverkusen, nachdem sie im Jahr zuvor mit der deutschen U16-Nationalmannschaft den Titel bei der B-Europameisterschaft feiern konnte.

In der vergangenen Erstliga-Saison war Leonie zu Saisonbeginn angeschlagen, bevor sie beim Auswärtsspiel in Berlin gegen die späteren deutschen Meisterinnen erstmals im Kader stand und gegen den Herner TC anschließend ihre ersten Minuten für Leverkusen in der ersten Bundesliga sammeln konnte.

Ende des Jahres gab es dann intern die erfreuliche Nachricht, dass Leonie Mutter wird und in Kürze ihr erstes Kind erwartet. Aufgrund dieser Verkettung von unglücklichen und glücklichen Umständen wird Leonie zunächst auf unbestimmte Zeit eine Basketball-Pause einlegen, hat aber mit der Bundesliga noch eine Rechnung offen, wie sie uns bei einem Teller Möhrengemüse verraten hat.

Leonie Schütter: „Als letztes Jahr feststand, dass wir mit Leverkusen erstmals seit 2010 wieder in der ersten Bundesliga spielen würden, war ich natürlich voller Vorfreude. Umso ärgerlicher war die Verletzung, die mich erst spät in die Saison brachte. Am Ende habe ich leider nur vier Spiele gemacht und das tolle Saisonende mit zwei packenden Heimsiegen von der Bank aus verfolgt. Als Sportlerin steht man am liebsten auf dem Platz und kämpft mit dem Team um den Sieg, deshalb habe ich mit dem Thema 1. Bundesliga noch nicht abgeschlossen und werde nach meiner Babypause auf jeden Fall wieder angreifen. Bis dahin wünsche ich der Mannschaft alles Gute für die kommende Saison und werde die Mädels so oft wie möglich anfeuern. Go Wings!”

Sportdirektorin Grit Schneider: „Leonie hatte einen unglaublich unglücklichen Start in die letzte Saison, nach einer Verletzung in der Vorbereitung konnte sie der Mannschaft erst spät mit Spielpraxis helfen und musste dann aufgrund ihrer Schwangerschaft den Rest der Saison pausieren. Umso mehr freut es mich, dass Schütti mit der 1. Bundesliga noch nicht abgeschlossen hat und nach ihrer Babypause zurückkommen möchte. Jeder, der sie als Mitspielerin im Team hatte oder sie trainieren durfte, weiß, wie viel sie einer Mannschaft geben kann und ich bin mir sicher, dass wir mit ihr an Bord in der vergangenen Saison das eine oder andere enge Spiel gewonnen hätten. Jetzt freuen wir uns erst einmal mit ihr auf den Nachwuchs und dann zu gegebener Zeit auf ihre Rückkehr zu den WINGS.”

Foto: Gero Müller-Laschet