1. Bundesliga
TKH Luchse verlieren mit nur einem Punkt gegen Saarlouis
verfasst von hannover@dbbl.de
Die Luchse mussten Serena Manala nicht suchen. Die 2,02 Meter große Französin stand unter dem Korb und verwertete zwei Pässe hintereinander, sie war die größte Spielerin auf dem Feld. So übernahm der TK Hannover im Schlussviertel die Führung gegen den Vizemeister. Es reichte nicht ganz für die Luchse, sie verloren am 3. Spieltag der Basketball-Bundesliga gegen die Royals Saarlouis mit 74:75.
Manala und Rowie Jongeling richteten Lashae Dwyer flink die Rasta-Zöpfe, dann legten die Luchse los. Per Dreier-Doppelschlag stellten die abermals sehr gute Alyssa Brown und Maira Banko auf 16:11 gegen den Pokalsieger. Der antwortete in einer schnellen und abwechslungsreichen Partie mit einem 8:0-Lauf, 20:22 hieß es nach dem ersten Viertel.
Als Jongeling per Dreier auf 28:24 stellte, rutschte Coach Jesper Sundberg beim Jubeln das Hemd aus der Hose. Das richtete der Schwede umgehend, und die Royals blieben auf Tuchfühlung. Weil die Royals früh störten, taten sich die Luchse schwer, sie verteidigten allerdings konsequent. Brown sammelte einen Rebound nach dem anderen ein. Mit einer 36:33-Führung ging der TKH in die Halbzeit.
Ein 5:0-Lauf brachte den Luchsen ein kleines Polster, Brown war überall. Sie holte artistisch einen Offensiv-Rebound und markierte das 50:41. Dann bekam Dwyer sehr zum Unmut Sundbergs trotz intensiven Kontakts kein Foul. Der Coach stellte die Szene eigens nach, es half nichts, mit zwei Blitz-Dreiern drehten die Royals die Partie. Vor dem Schlussviertel stand es 54:55.
Luchse werden trotz Niederlage gefeiert
Nach zwei Korblegern Manalas zum 58:55 wechselte die Führung hin und her. Anderthalb Minuten vor dem Abpfiff trafen die Royals zum 69:65. Sundberg nahm die Auszeit. Brown verkürzte, auch Saarlouis traf. Dann saß der Dreier Browns zum 70:71, den nächsten Angriff fing Dwyer ab. Sofort foulten die Gäste, Lovisa Hjern verwandelte beide Freiwürfe in diesem Drama zum 72:71.
Eine halbe Minute blieb. Die Royals verfehlten und zogen wieder das Foul, Kapitänin Karolin Tzokov stellte auf 73:71, die Gäste glichen erneut aus und foulten. Hjern verwandelte nur einen Versuch, die Royals trafen vier Sekunden vor dem Ende zum Endstand. Der allerletzte Korbleger Dwyers passte nicht ganz – dennoch wurden die Luchse gefeiert.
TKH-Luchse: Brown 24, Dwyer 12, Hjern 11, Manala 10, Jongeling 10, Tzokov 4, Kambach, Armannsdottir, Wellmann.
Text : Stefan Dinse