Halbfinalserie ausgeglichen: Royals müssen zum Do-Or-Die-Spiel nach Berlin
Nach nunmehr vier Spielen in der Halbfinalserie der Playoffs in der 1. Toyota DBBL steht eins fest: Die Spiele zwischen den Saarlouis Royals und ALBA Berlin sind ein Garant für Spannung und jede Menge Kampfgeist auf beiden Seiten. Auch die beiden Heimspiele der Royals brachten keine Entscheidung darüber, welches der beiden Teams in das Finale um die Deutsche Meisterschaft einziehen wird.
Titelfoto: Rolf Ruppenthal
2:1 für die Royals im dritten Halbfinalspiel
Spiel 3 im Halbfinale am 11. April war der Auftakt zu zwei Heimspielen der Saarlouis Royals gegen den amtierenden Deutschen Meister ALBA Berlin. Mit einer randvollen und enthusiastischen Stadtgartenhalle im Rücken konnte Saarlouis den Heimvorteil nutzen und besiegte ALBA mit 66:52.
Kurz vor Beginn des Spiels gab es jedoch zunächst einmal eine kurze Zeremonie, bei der DBBL-Geschäftsführer Anton Hefele Royals-Spielerin Martha Burse als Most Valuable Player (MVP) der Toyota 1. DBBL in der Saison 2024/2025 ehrte und ihr eine Trophäe überreichte.

Dann begann aber auch schon das Spiel:
Auch, wenn die ersten Punkte an ALBA Berlin gingen, konnten die Saarlouis Royals im ersten Viertel dann kontinuierlich einen Vorsprung aufbauen. Nachdem Saarlouis durch Magaly Meynadier den dritten Dreier zum Stand von 21:10 erzielte, nahm Gäste-Coach Cristo Cabrera seine erste Auszeit. Den Abstand zu den Royals konnte ALBA jedoch nicht mehr verringern, und der erste Abschnitt endete mit 26:15. Das zweite Viertel blieb dann nahezu zwei Minuten lang punktlos. Nach dreieinhalb Minuten blieb Erika Davenport verletzt auf dem Spielfeld liegen und wurde im Anschluss ins Krankenhaus zur Untersuchung gebracht – gute Besserung an dieser Stelle! In den ersten sechs Minuten erzielte Berlin acht Zähler in Folge gegen immer noch punktlose Royals zum 26:23. Erst dann kam Saarlouis wieder ins Spiel mit einem Dreier von Martha Burse, dem kurz darauf weitere Treffer von jenseits der Dreierlinie durch Magaly Meynadier und Haley Frank zum 35:25 folgten. Mit 39:29 ging es in die Kabinen.

Auch die zweite Halbzeit lief fast zwei Minuten, ehe die ersten Punkte fielen – für ALBA Berlin durch Tessa Stammerger. Doch nun zogen auch die Royals das Tempo wieder an und bauten ihren Vorsprung auf 16 Punkte zum 47:31 aus. Zum Viertelende war ALBA allerdings wieder auf ein 50:40 herangekommen. Dieser Trend zum Aufholen setzte sich im Schlussabschnitt fort: 54:48 – Erinnerungen an Spiel 2 wurden wach, bei dem Berlin zum Ende hin beinahe geschafft hätte, den Vorsprung der Royals einzuholen. Dann traf Monika Jasnowska für zwei, Roosa Lehtoranta für drei, und der Vorsprung war wieder bei elf Punkten! Berlin erzielte zwar wieder einige Punkte, doch scheiterte zu oft an der starken Defense der Royals, die insbesondere bei den Rebounds souverän agierten. Am Ende ging es für Saarlouis immer wieder an die Freiwurflinie, wo der Vorsprung auf 14 Punkte zum Endstand von 66:52 ausgebaut wurde.
Viertelergebnisse: 26:15 | 13:14 | 11:11 | 16:12
Teamvergleich Saarlouis-Berlin: Feldwurf-Quote 32.8%-35.0% | 2 Punkte-Quote 34.1%-40.5% | 3 Punkte-Quote 30.8%-26.1% | Freiwurf-Quote 82.4%-36.4% | Rebounds 47-39 (Offensiv 16-10) | Assists 11:11 | Steals 8-5 | Blocks 4-0 | Turnover 12-16 | Fouls 15-16
Die komplette Spielstatistik ist hier zu finden. Das Spiel ist als Re-Live bei Sporttotal.tv kostenlos abrufbar.
Ausgleich in Spiel 4
ALBA Berlin nutzte die Chance in Spiel 4 am 13. April, um die Serie wieder auszugleichen und erzwangen mit einem 52:55-Sieg ein fünftes Entscheidungsspiel gegen die Saarlouis Royals.
Der Start in die Partie war abermals durch ein Spiel beider Teams auf Augenhöhe geprägt. Immer wieder kam es zum Ausgleich und zu wechselnden Führungen. Zur Viertelhälfte stand es 8:8. Durch Treffer von Maruša Seničar, Magaly Meynadier und Hayley Frank gelangen den Royals sechs Punkte in Folge, die einen Vorsprung von 14:8 begründeten. Der erste Spielabschnitt endete mit einem Buzzerbeater von Martha Burse zum 16:9. Im zweiten Viertel ging es weiter mit fünf Punkten für Saarlouis durch Gabija Meškonytė, Hayley Frank und Martha Burse, ehe Steffi Grigoleit mit einem Dreier für die ersten Punkte der Gäste zum 21:12 sorgte. Berlin schaffte es nun zwar häufiger, den Ball durch die royale Reuse zu schicken, doch auch Saarlouis verlor den roten Faden nicht und baute den Vorsprung bis zu einem Halbzeitstand von 34:19 aus.

Nach der Pause war das Momentum klar bei ALBA Berlin, die ihren Rückstand zur Hälfte des Viertels auf vier Punkte schrumpfen ließen. Martha Burse hielt mit einem Dreier zum 39:32 dagegen und kurz darauf war der Vorsprung wieder auf acht Punkte angewachsen. Doch die Royals bissen sich zunehmend an der Berliner Abwehr die Zähne aus und verlor mehrfach den Ball. Zum Ende des dritten Viertels war ALBA erneut bis auf vier Punkte an den Royals dran. Der Schlussabschnitt begann vielversprechend mit zwei Punkten von Gabija Meškonytė nach einem Fastbreak. Doch die Antwort der Gäste folgte mit einem Dreier von Lena Gohlisch auf dem Fuß. Nach knapp drei Minuten war ALBA bereits auf zwei Punkte herangekommen und schaffte eine Minute später den Ausgleich zum 47:47. Die Saarlouis Royals rissen die Führung mit einem Treffer von Maruša Seničar zwar wieder an sich zurück, doch keine zehn Sekunden später sorgte Tessa Stammberger mit einem Dreier zum 49:50 für den erneuten Vorsprung für Berlin. Auf der anderen Seite gelang es den Royals kaum, gegen die starke Abwehr Berlins durchzudringen. Sie konnten sich nur noch schwer bei den Rebounds durchsetzen und taten sich schwer, wieder ihren Rhythmus zu finden. Ein Fastbreak mit einem anschließenden Dreier von Roosa Lehtoranta sorgte für den erneuten Ausgleich und Hoffnung in der randvollen Stadtgartenhalle. Doch nach einem Foul schritt Deeshyra Thomas an die Freiwurflinie und versenkte beide Würfe im Korb der Royals zum 52:54. Saarlouis gab alles, verlor sich jedoch in der Defense der Deutschen Meisterinnen. Bei 26 Sekunden Restspielzeit nahm Royals-Coach Matīss Rožlapa eine Auszeit. Der Angriff der Royals fand in einem Offensivfoul ein jähes Ende. Die Spieluhr zeigte nun nur noch 15 Sekunden an, so dass Gabija Meškonytė die Berlinerin Lena Gohlisch foulte, um nach den Freiwürfen wieder schnell in Ballbesitz zu kommen. Gohlisch vergab auch den ersten Freiwurf, traf aber den zweiten. Der Angriff auf den Berliner Korb startete und Martha Burse nahm den Dreier, der jedoch sein Ziel verfehlte. Einen Augenblick später ertönte die Schluss-Sirene bei einem Endstand von 52:55.
Viertelergebnisse: 16:9 | 18:10 | 9:19 | 9:17
Teamvergleich Saarlouis-Berlin: Feldwurf-Quote 32.8%-31.1% | 2 Punkte-Quote 44.7%-32.5% | 3 Punkte-Quote 15.4%-28.6% | Freiwurf-Quote 42.9%-57.9% | Rebounds 41-47 (Offensiv 11-14) | Assists 8:12 | Steals 8-7 | Blocks 3-3 | Turnover 18-19 | Fouls 22-16
Die komplette Spielstatistik ist hier zu finden. Das Spiel ist als Re-Live bei Sporttotal.tv kostenlos abrufbar.

Showdown am Dienstag
Das Entscheidungsspiel findet bereits am 15. April um 19:00 Uhr in der Sömmeringhalle Berlin statt. Die Saarlouis Royals werden die Chance nutzen, um sich neu zu sammeln und die Spiele vom Wochenende zu analysieren, um so am Dienstag gut vorbereitet in den Showdown um den Finaleinzug zu gehen.
Wichtig wird hier sein, sich zum einen bei den Rebounds durchzusetzen sowie zum anderen offensive Akzente zu setzen und Wege durch die Berliner Abwehr zu finden. In der Abwehr müssen die Royals ALBAs Dreierschützinnen effizient verteidigen und sich generell darauf konzentrieren, die eigene Defense über die Länge eines Spiels so undurchlässig wie möglich zu halten.
Alle Spieltermine im Überblick (alle Spiele können kostenlos bei Sporttotal gestreamt werden):
Spiel 1: Samstag, 05.04.2025 – Sieg für ALBA Berlin mit 66:57 >>> Re-Live
Spiel 2: Montag, 07.04.2025 – Sieg für die Saarlouis Royals mit 67:70 >>> Re-Live
Spiel 3: Freitag, 11.04.2025 – Sieg für die Saarlouis Royals mit 66:52 >>> Re-Live
Spiel 4: Sonntag, 13.04.2025 – Sieg für ALBA Berlin mit 52:55 >>> Re-Live
Spiel 5: Dienstag, 15.04.2025 um 19:00 Uhr in der Sömmeringhalle (falls erforderlich) >>> Livestream