Schöne Bescherung

Nur 3 Tage nach dem unglücklichen Pokalaus in Hannover verloren die Sterne wieder unter kuriosen Umständen gegen die stark aufspielenden Royals aus Saarlouis. Für die Sterne lief eigentlich bis zum Ende des 3. Viertels alles nach Plan. Mit einer Führung von 14 Punkten (70:56) ging es in die letzten 10 Minuten. Dieses verloren die Sterne mit sage und schreibe 13:32 Punkten. Was war passiert? Das Viertel begann ohne vorherige Warnung mit einem technischen Foul wegen Reklamierens gegen Alexandria Kiss-Rusk. Bereits in den ersten beiden Minuten hatten die Sterne die Foulgrenze erreicht. Dies war der Auslöser, an dem die Sterne begannen, den Fokus auf das Spiel zu verlieren. Immer wieder waren die Schiedsrichter im Kreuzfeuer der Kritik. Das Duell mit den Schiedsrichtern, welches man ja niemals gewinnen kann, nahm immer weiter an Fahrt auf, die Sterne bekamen gefühlt keinen Pfiff mehr und anstatt sich zu wehren, gab es immer wieder Diskussionen mit den Schiedsrichtern. Höhepunkt war Mitte des letzten Viertels ein berechtigtes Foul von Matea Tavic an Penn, welches folgerichtig als unsportlich gewertet wurde. Anscheinend fühlte sich Penn wohl nicht sicher genug und übergab ihre Freiwürfe an Littleton, eine sichere Frewurfschützin. Diese verwandelte beide, den Schiedsrichtern war es egal, Proteste von seitens Keltern wurden natürlich ignoriert. Nimmt man den letzten Mittwoch sowie andere Spiele von anderen Teams mit in die Betrachtung, muss man ganz klar erkennen, dass die DBBL ein gravierendes Schiedsrichterproblem hat. Und hier geht es nicht um die Auslegung von Foulpfiffen, sondern um einfache Regelkunde. Wenn Schiedsrichter aus der ersten Liga es zulassen, dass die gefoulte Spielerin den Ball einer besseren Schützin übergibt, hat dies mit Qualität nichts mehr zu tun. Dass damit Trainer und Spielerinnen den Kopf verlieren, ist teilweise nachvollziehbar. Am Ende bekam Saarlouis im Schlussviertel 15 Freiwürfe zugesprochen, Alexandra Wilke & Co. immerhin drei. Die Szenen nach dem Spiel waren unschön, Coach Lojo stellte sich vor sein Team und war außer sich und kaum noch zu bändigen. So ein Verhalten ist nicht das, was wir in Keltern sehen wollen. Dafür gab es auch seitens der Vereinsführung nach dem Spiel deutliche Worte in Richtung von Trainer und Spielerinnen. „Ich habe mich nach dem Spiel bei den Schiedsrichtern für das Verhalten meines Trainers und Spielerinnern entschuldigt“ so Sterne Chef Dirk Steidl. „Schön ware es, wenn die Schiedsrichter auch einmal sagen würden, dass sie einen schlechten Tag hatten, dies würde der Liga helfen“ so Steidl weiter.