Letztes Spiel vor dem Final Four
Spitzenreiter Keltern muss in der Basketball-Bundesliga beim Vorletzten Nördlingen ran.
ANDREAS WAGNER | KELTERN (Pforzheimer Zeitung)
Eine Woche vor dem ersten Saison-Höhepunkt mit dem Pokal-Final-Four müssen die Basketballerinnen der Rutronik Stars Keltern noch mal in der Bundesliga ran: An diesem Sonntag sind sie zu Gast bei den Eigner Angels Nördlingen. Spielbeginn ist um 16 Uhr.
Der sportliche Wert der Partie ist für die Sterne, die Platz eins in der Hauptrunde und die beste Ausgangsposition für die Anfang April beginnenden Play-offs um die deutsche Meisterschaft sicher haben, überschaubar. Für Kelterns Cheftrainerin Matea Tavic ist die Begegnung mit Blick aufs Finalturnier im Pokal gleichwohl „wichtig für den Rhythmus, den wir haben“. Zudem soll die Siegesserie in der Liga weiter verlängert werden – aktuell sind die Rutronik Stars 18 Spiele in Folge ungeschlagen.
Kein Spaziergang
Ein Spaziergang wird es gegen Nördlingen nicht, das zeigten die beiden bisherigen Duelle in dieser Saison. Ende Oktober auswärts lagen die Sterne nach dem ersten Viertel mit 16:22 in Rückstand, ehe sie die weiteren Viertel gewannen und am Ende noch klar siegten (83:63). In der zweiten Begegnung kürzlich in Dietlingen lagen nach zehn Minuten wieder die Angels vorn (17:15), die diesmal das Spiel bis ins Schlussviertel hinein offen hielten. Erst im letzten Abschnitt (32:8) dominierte der Spitzenreiter den mit kleiner Rotation angetretenen Gegner und gewann 82:60.
Nördlingen wird auch am Sonntag Widerstand leisten. Für die Angels geht es um die Play-off-Teilnahme. Bis vor zwei Wochen lagen sie auf Rang acht, den sie dann durch das 77:79 zu Hause gegen den Herner TC einbüßten. Zwischen den punktgleichen Teams aus Nördlingen und Herne entscheidet sich an den letzten drei Hauptrunden-Spieltagen, wer am Ende Achter wird und in der ersten Play-off-Runde auf Keltern trifft.
Herausragende Spielerinnen der Angels sind die Kanadierin Nicole Fransson (Schnitt: 17,5 Punkte/10,3 Rebounds pro Spiel), die wegen Verletzungen aber zeitweise ausgebremst wurde, und die britische Nationalspielerin Samantha Ashby (15,79/6,1), die beide auch ligaweit zu den Besten zählen. Auf eine durchschnittliche zweistellige Punktzahl kommen zudem die US-Amerikanerin Natalie Kucowski (11 pro Spiel) und Laura Schinkel (10).
Die Rutronik Stars müssen weiter auf Trinity Baptiste (Fuß-OP) verzichten. Ob Maud Huijbens wieder dabei ist, die zuletzt gegen Freiburg fehlte, ließ Matea Tavic offen. Die niederländische Center-Spielerin habe im Training vor dem Freiburg-Spiel einen Schlag gegen Kopf erhalten, so die Trainerin. Vor einem Einsatz am Sonntag „schauen wir, wie sie sich fühlt“.
Eine Woche vor dem Pokalturnier in Berlin will Tavic bei Huijbens, eine wichtige Spielerin auf den großen Positionen und meist in der Startaufstellung der Sterne, nichts riskieren.