Keltern erreicht Viertelfinale / Am Samstag bereits in Berlin
71:56-Arbeitssieg der Basketballerinnen der Rutronik Stars im DBBL-Pokal gegen Hannover. Am Samstag wartet Alba Berlin der Bundesliga.
ANDREAS WAGNER | KELTERN (Pforzheimer Zeitung)
Die Basketballerinnen der Rutronik Stars Keltern haben ihr Achtelfinalspiel im DBBL-Pokal gegen den Bundesliga-Rivalen TK Hannover Luchse mit 71:56 für sich entschieden.
Die wettbewerbsübergreifend einzige Niederlage bisher in dieser Saison setzte es für Keltern (damals aber nicht in Bestbesetzung) beim Bundesliga-Auftakt in Hannover – noch mal eine Beute der Luchse werden, das wollten die Sterne auf keinen Fall. Doch es war ein mühsamer Start im Pokalspiel¨– fast fünf Minuten lang landete kein Wurf der Gastgeberinnen im Korb. Auch die Gäste trafen bis dahin nur dreimal zur 6:0-Führung – hatten damit ihr Pulver im ersten Viertel aber fast schon verschossen. Nevena Rosic tilgte mit einem Dreier die Null bei Keltern auf der Anzeigetafel. Alexandra Wilke verkürzte nach einem Fastbreak auf 5:6, ehe Neuzugang Taylor Valladay mit dem zweiten erfolgreichen Dreier des Spiels die Sterne erstmals in Führung brachte. Nach mehr als zwei korblosen trafen beide Teams noch einmal – zum mageren Viertel-Endstand von 10:8. Entsprechend niedrig war die Trefferquote bei beiden Teams: Keltern kam auf 24 Prozent verwandelte Würfe aus dem Feld, Hannover, das früh auf Alyssa Brown, eine ihrer Topscorerinnen, wegen einer Verletzung verzichten musste, auf 21 Prozent.
Defensiv wussten beide Teams weiterhin zu überzeugen – wobei bei Keltern vor allem Alexandria Kiss-Rusk und Maud Huijbens gegen die 2,02 Meter große Luchse-Centerin Serena Manala unterm Korb Schwerstarbeit zu leisten hatten. Offensiv lief es bei Keltern nun besser. Kiss-Rusk, Wilke und Rosic erhöhten auf 17:8. Keltern zog dann auf 30:14 davon, ehe wieder Sand im Getriebe war. Knapp 50 Sekunden vor der Halbzeit, nach dem ersten erfolgreichen Dreier der Gäste zum 30:19, nahm Kelterns Trainerin Matea Tavic eine Auszeit – und wurde richtig laut.
Früchte trug die klare Ansage nach dem Seitenwechsel: Maud Huijbens, Taylor Valladay und Karina Konstantinova bauten den Vorsprung auf 39:21 aus. Bis zum Ende des dritten Viertels kamen die Luchse wieder etwas heran (48:34), aber der Vorsprung blieb stets zweistellig.
Daran änderte sich im Schlussabschnitt nichts. Rasch setzte sich Keltern auf 54:34 ab. Tavic hatte schon davor die Gelegenheit genutzt, viel zu wechseln, um die Belastung zu verteilen – und das tat die Trainerin erst recht in den letzten zehn Minuten. „Wir wollen so frisch wie möglich die nächsten Spiele angehen“, sagte sie.
Hannover war nun einige Male aus der Distanz erfolgreich, aber die Rutronik Stars ließen nichts anbrennen. „Für mich war es keine Frage, wer das Spiel gewinnen würde“, sagte Tavic, für die unterm Strich der Einzug ins Viertelfinale zählte. Mit der Leistung war sie nur bedingt zufrieden – defensiv weit mehr als offensiv. Wenn die Würfe früher ihr Ziel gefunden hätten, „wären wir früher in unseren Flow reingekommen“, spielte die Trainerin auf das zähe erste Viertel an.
Tavic‘ Gedanken richteten sich nach der Pokalpartie auch schon auf den nächsten Tag und die Reise nach Berlin, wo am Samstag, 18:00 Uhr, das Bundesliga-Duell bei Alba ansteht. Erst vor wenigen Wochen waren sich die beiden Teams in der Speiterlinghalle in Dietlingen gegenübergestanden – die Begegnung endete mit einem 70:62-Sieg für Keltern.
Wenige Tage später geht es im EuroCup weiter – im Hinspiel der ersten Play-off-Runde gastiert der Bundesligist bei Zaglebie Sosnowiec. Die Partie wurde auf Wunsch des polnischen Clubs um einen Tag vorverlegt auf Mittwoch, 10. Dezember, 18:00 Uhr. Auch das Rückspiel ist einen Tag früher als ursprünglich geplant und findet am Mittwoch, 17. Dezember, 18.30 Uhr, in der Speiterlinghalle statt.
Tsineke nicht mehr im Kader
In den künftigen Spielen nicht mehr dabei ist Katerina Tsineke. Sie habe den Verein verlassen, teilten die Rutronik Stars mit. Die 26-jährige Griechin war im Sommer vom mexikanischen Club Reja de Veracruz zum Bundesligisten gewechselt, hatte hier aber die Erwartungen nicht erfüllt.