Erste Niederlage in Halle – Herne kommt nach Keltern

Natürlich verliert man alles andere als gern, doch eine Niederlage zur richtigen Zeit kann auch etwas Positives sein. Für Sterne-Chef Dirk Steidl war die Stimmung im Sterne-Team in den letzten Wochen viel zu viel Friede, Freude, Eierkuchen. Spiele gegen schwächere Gegner wurden mit Selfies gefeiert, dagegen wurden die Spiele gegen die stärkeren Teams im EuroCup alle sang- und klanglos verloren. Und auch die knappen Siege gegen die DBBL Top-Teams aus Hannover, Osnabrück und Berlin waren alles andere als sportliche Highlights. „Es war wirklich Zeit, dass unser Team auch einmal auf nationaler Ebene die Erfahrung macht, dass man auch Spiele verliert, welche man normal nicht verlieren sollte“ so Steidl nach dem Spiel in Halle. Es war wieder dieses Spiel vor Beginn einer Trainingspause. Die Koffer waren gepackt, die Pläne gemacht, doch am Ende fuhren Kelterns Teambusse wieder in voller Anzahl in Richtung Baden-Württemberg. Ex Sterne-Coach Timur Topal, Halle-Chef Martin Geissler sowie die stets freundliche und hilfsbereite Andrea Heise war die Freude über den Coup gegen den Deutschen Meister deutlich anzusehen, und dies hatten Sie sich auch mit einer sehr guten Mannschaftsleistung völlig verdient.

Am Sonntag kommt nun der Herner TC mit „Trainer-Magier“ Marek Piotrowski nach Keltern (Spielbeginn 16 Uhr). Spätestens zu Spielbeginn sollten Alexandra Wilke & Co. die Niederlage in Halle verarbeitet haben. „Es war bisher eine sehr gute Trainingswoche“ so Lojo und Hergenröther unisono. Fehlen werden auf jeden Fall die am Sprunggelenk verletzte Samantha Cooper sowie Tay Sanders, deren Vertrag diese Woche aufgelöst wurde. Sie wird zukünftig in der ersten Liga in Griechenland spielen. Ein Fragezeichen steht immer noch hinter dem Einsatz von Linda-Lotta Lehtoranta. Hier rechnen die Sterne jedoch mit einer baldigen Rückkehr auf den Court. Bei Herne ist derzeit der Glanz alter Tage ein wenig verflogen. Mit nur 3 Siegen aus 9 Spielen geht es für das Team aus dem Ruhrpott derzeit darum den Abstand zu Platz 8 nicht aus den Augen zu verlieren.