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1. Bundesliga

Der Kampf um die Finalteilnahme beginnt

verfasst von keltern@dbbl.de

Vorschlussrunde in der Basketball-Bundesliga startet mit Heimspielen Kelterns gegen Berlin.

ANDREAS WAGNER | KELTERN (PFORZHEIMER ZEITUNG)

Mit einem Heimspiel-Doppelpack beginnt für die Rutronik Stars Keltern die Halbfinalserie gegen Alba Berlin in den Play-offs der Basketball-Bundesliga. Das erste Duell zwischen dem deutschen Meister 2025 und dem Pokalsieger 2026 in der Dietlinger Speiterlinghalle beginnt am Freitag, 10. April, um 18.30 Uhr und die zweite am Sonntag, 12. April, um 16 Uhr.

Dreimal trafen beide Teams in dieser Saison schon aufeinander – in der Liga gewann Keltern zweimal (70:62 Anfang November zu Hause und 69:51 vier Wochen später in Berlin). Im Pokalfinale im März in der Bundeshauptstadt zogen die Sterne mit 62:67 nach Verlängerung den Kürzeren. Den ersten nationalen Titel schnappte sich also Alba. Spielerisch – und das spiegelte sich auch in der niedrigen Korbzahl wider (am Ende der regulären Spielzeit stand es 56:56) – sei es keine gute Partie gewesen, erinnert sich Sterne-Teammanager Dag Schiffer. „Aber was Athletik und Intensitität angeht, war es sehr gut.“

Das galt auch schon für die Bundesliga-Begegnungen davor. „Alba hat eine sehr körperliche, intensive Spielweise“, so Schiffer. Außerdem verfügt Berlin über einen gut besetzten und vor allem tiefen Kader, der es Albas spanischem Coach Cristo Cabrera ermöglicht, die Einsatzzeiten sehr gut zu verteilen. In den 45 Minuten des einmal verlängerten Pokalfinales kam bei Berlin nur Tessa Stammberger auf mehr als 30 Minuten Spielzeit, bei Keltern waren es drei (Alexandra Wilke, Alexandria Kiss-Rusk, Karina Konstantinova).

Im Play-off-Viertelfinale, das Alba gegen personell geschwächste Panthers aus Osnabrück klar in zwei Partien für sich entschied (56:40, 74:47), stand keine einzige Berlinerin über 25 Minuten auf dem Feld. Ein Vorteil gegenüber den Rutronik Stars, die gegen Herne ins dritte Spiel mussten und so zwei Tage weniger Erholung und Vorbereitung auf das Halbfinale haben? Schwer zu sagen, meint Dag Schiffer, für den das letzte, entscheidende Duell mit Herne noch mehr eine mentale Anstrengung war.

Unverzichtbare Erfahrung

Andererseits bot die dritte Viertelfinalpartie den Sterne-Spielerinnen, die zum Ende der Hauptrunde (Wilke, Kiss-Rusk) oder sogar länger (Trinity Baptiste) ausgefallen waren, Gelegenheit, weitere Praxis zu sammeln. Kelterns Cheftrainerin Matea Tavic hatte nach Ende der Serie gegen Herne am Montag darauf hingewiesen, dass diese Spielerinnen noch nicht wieder bei 100 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit gewesen seien. „Das war zu sehen nach nur einer Woche im Training“, so Tavic, die auf die Erfahrung einer Wilke, der MVP der Hauptrunde, und Kiss-Rusk aber nicht verzichten wollte – oder konnte. Für das Halbfinale gegen Berlin hofft die Trainerin, dass diese Spielerinnen „noch besser in Form sein werden“.

Außerdem setzt Tavic darauf, dass ihr Team die Treffsicherheit von jenseits der Dreierlinie wiederfindet. Die Dreierquote ließ im Viertelfinale wie schon im letzten Hauptrundenspiel gegen den MBC (82:74) zu wünschen übrig – viermal in Folge blieb sie teils deutlich unter 20 Prozent. „Normal trifft unsere Mannschaft 30 Prozent der Würfe – wir hoffen, dass wir da wieder rankommen oder den Wert sogar übertreffen.“

Es wäre hilfreich, um den Pokalsieger zu bezwingen. Alba war schwach in die Saison gestartet, kam im Laufe der Runde aber immer besser in Tritt und rechnet sich, beflügelt durch den Pokalsieg, in der deutschen Meisterschaft was aus. „Keltern ist enorm stark, aber auch sie sind nicht unschlagbar. Das hat man im Pokal und in der ersten Play-off-Runde gesehen“, wird Alba-Spielerin Marie Bertholdt in einer Mitteilung des Hauptstadtclubs zitiert. Bertholdt erwartet ebenso wie Schiffer eine umkämpfte Serie – die sich, so das Gefühl von Kelterns Teammanager, auch länger hinziehen könnte. Maximal über fünf Spiele.

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