Déjà vu in Berlin

Medical Instinct Veilchen verlieren erneut Krimi

Erneut haben die Veilchen Ladies einen großen Kampf geliefert und sich am Ende nicht belohnt. Das beim Tabellenzweiten ALBA Berlin am Sonntagabend.

In den letzten Wochen war dies wiederholt der Fall. Der Spielverlauf war fast identisch zum Heimspiel gegen Osnabrück in der vergangenen Woche. In der ersten Halbzeit hielt man gut mit, leistete sich zu viele Turnover und ließ zu viele Offensivrebounds und damit zweite Chancen zu. Und dennoch ging unser Team nur mit einem 26:28 Rückstand in die Pause. Eine Führung wäre durchaus möglich gewesen.

Im 3. Viertel ein ähnliches Bild. Bei einem Spiel mit 11 Führungswechseln und 8 x unentschieden konnten sich die Gäste ein 44:43 Führung zur letzten Pause erarbeiten.

Vor rd. 1.150 Zuschauern bahnte sich ein Krimi an. Bei 4 Minuten Restspielzeit konnte sich ALBA auf 52:47 absetzen. Nach 5 Punkten in Folge durch Jenny Crowder gab es 2 Minuten später den Ausgleich. Danach kamen die zuletzt in der Crunchtime üblichen Fehler. Dieser Lernprozess muss offensichtlich durchlaufen werden, will das Team diese engen Spiele gewinnen.

6 Punkte in Folge für Berlin, aber Cyreen Lewis traf erneut für 3 mit einer Minute Restspielzeit. Die Folge war, dass Berlin mehrfach in der letzten Minute an die Freiwurflinie geschickt wurde – die Freiwürfe trafen sie souverän.

Ganz bitter für Göttingen dann 20 Sekunden vor dem Ende als Jenny Crowder völlig unnötig gefoult wurde (unsportliches Foul) sich erneut dabei das Nasenbein brach und blutend den Platz verließ. Es wäre natürlich bitter, wenn sie in der kommenden Woche fehlen sollte und u.U. bei der Olympia-Qualifikation mit dem Nationalteam nicht teilnehmen könnte.

Der Zeitpunkt des Fouls und die Art und Weise hinterlässt einen faden Beigeschmack am Ende eines extrem spannenden Spiels.