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Medical Instinct Veilchen gewinnen in Saarlouis 69:65

Nachdem die Veilchen Ladies trotz guter Leistung in den letzten Wochen regelmäßig in der Crunchtime verloren haben, haben sie am Sonntag in Saarlouis die Punkte eingefahren.
Mit dem nicht ganz erwarteten Sieg liegt der Klassenerhalt nun erst recht in der eigenen Hand – sogar die mögliche Play-Off-Teilnahme rückt in erreichbarer Nähe.

Aber vom Beginn an: zunächst wurde Jenny Crowder für die Olympia-Qualifikation geehrt. Von ihrem Ex-Coach Hermann Paar (2015-16) und einer Nachwuchsspielerin erhielt sie neben den warmen Worten und einen schönen Blumenstrauß ganz viel Applaus vom Saarlouis Publikum – ein Zeichen, dass die Leistung der Nationalmannschaft bundesweit wertgeschätzt wird. Vielen Dank für die nette Geste an die Saarlouis Royals.

Im ersten Viertel des Spiels hat sich das Göttinger Team selbst das Leben schwer gemacht. Die Offense kam etwas schwer ins Laufen, in der Defense ließ man den Gastgeberinnen insbesondere an der Dreierlinie etwas zu viel Platz. Ergebnis war ein 17:24 Rückstand zur ersten kleinen Pause.

Auch im 2. Viertel stockte zunächst die Offensive. Bis etwa Mitte des Viertels konnte Saarlouis eine Führung behaupten, aber auf die starke Defense war Verlass. Im gesamten Viertel ließ man nur n8 Punkte zu. So rückten die Veilchen Ladies Punkt für Punkt näher, konnten kurz vor der Pause die Führung übernehmen und gingen mit der 34:32-Führung in die Halbzeitpause.

Im Anschluss dann ein offener Schlagabtausch mit vielen Führungswechseln. Zur Mitte des Viertels konnte sich Göttingen etwas absetzen, 1 Minute vor Ablauf des Viertels kam Saarlouis wieder heran. Dennoch konnten die Gäste eine 51:47 in die letzte Pause nehmen. Im letzten Viertel konnten sie die Führung sukzessive bis auf 11 Punkte ausbauen. Auch wenn Saarlouis am Ende etwas näher heranrückte, geriet der 3. Auswärtssieg der Saison nicht mehr ernsthaft in Gefahr.

Was war entscheidend? Zunächst eine starke Leistung des gesamten Teams. Jede Spielerin wirkte voll fokussiert. Das Reboundduell konnte man trotz der körperlichen Unterlegenheit gewinnen allen voran Alice Bremer mit 10 Rebounds. Saarlouis konnte man zu insgesamt 22 Turnover zwingen (Göttingen 14). Erfrischend die Leistungen von 2 Spielerinnen, die sonst nicht im Fokus stehen, Emilie Dormann (4 Punkte) und Melanie Crowder (3).

Jenny Crowder hatte beim Punkten nicht ihren besten Tag, hat aber gewohnt das Spiel organisiert und 10 Assists aufgelegt. Zudem Liga-Topscorerin Littleton weitestgehend unter Kontrolle gehabt. Die Punkte konnte Cyreena Lewis deutlich kompensieren (27 Punkte) und war damit Topscorerin der Partie. Chelsea Waters sorgte im 3 Viertel mit 2 Dreipunktwürfen in kurzer Zeit für die erste etwas deutlichere Führung und strahlt immer eine unglaubliche Ruhe aus. Viki Karambatsa zeigte einen deutlichen Aufwärtstrend mit 7 Punkten und einen beidhändigen Monsterblock. Paula Klescova (6 Punkte) ist immens wichtig für das Team (schön, dass sie wieder da ist), genauso wie Meike Oevermann und Thalia Kretschmar. Die einzige Statistik, die zu bemängeln wäre, ist die Freiwurfquote von 53 % (15/28). Wenn die Schiedsrichter die vielen Fouls an Jenny Crowder beim Drive zum Korb gepfiffen hätten, wären es einige mehr geworden.

Geschäftsführer Crowder: „Das war eine echt starke Leistung ab dem 2. Viertel. Ich habe in dieser Saison kein Spiel von uns gesehen, in dem alle Spielerinnen so fokussiert waren und den klaren Willen gezeigt haben, dass sie die Punkte mitnehmen werden“.