Falcons starten erfolgreich in die Playoffs

Was für ein Start! Mit unglaublicher Energie starteten die Bad Homburgerinnen in das erste Playoff-Spiel gegen die ChemCats. Die rund 100 Zuschauer sahen ein begeisterndes und schnelles Spiele ihrer Falcons, die ohne ihre Verletzten (Geri Georgieva, Da´Ja Green, Jojo Gerlach, Jerrine Steinhoff) auskommen mussten, aber von Beginn an hellwach waren.

Nach 8 Sekunden die ersten Punkte durch Lia Kentzler, die wenig später gleich 2 Punkte nachlegte und Emma Rhein den ersten Dreier traf. Mit 20:13 ging das erste Viertel an die Falcons.

Viel Druck in der Verteidigung ließ Chemnitz kaum ins gewohnte Spiel kommen. Gute Verteidigung der Schützinnen und verbesserte Reboundarbeit sorgten dafür, dass es für die ChemCats kaum zweite Chancen gab. Die WNBL Youngster Finja Heubel und Ida Bokemeyer sowie die aus der Regionalliga hochgezogene Lisa Kämpf reihten sich nahtlos ins Spiel der Falcons ein und sorgten für Entlastung der Stammkräfte. Einen besonders guten Tag erwischten Isabel Gregor und Annika Oevermann, die neben Lia Kentzler zweistellig punkteten. Chemnitz kämpfte und hielt den Rückstand im Rahmen, vor allem Lucile Peroche hielt ihr Team im Spiel. Zur Halbzeit stand es 32:23 für die Falcons.

Aus der Halbzeitpause kamen die Falcons mit noch mehr Elan. Mit schnellem Passspiel und viel Bewegung fand man gegen die Zonenverteidigung der Chemnitzerinnen immer wieder Lücken. Insgesamt war die Wurfquote der Falcons an diesem Abend deutlich verbessert, 8 aus 18 Dreiern konnten sich sehen lassen und auch die Würfe aus dem Zweierbereich fielen mit 42% ganz ordentlich. Einzig die Freiwürfe – von denen es definitiv zu wenig für die Bad Homburgerinnen gab – waren mit 56% (5 von 9) die Baustelle. Mit 19:11 ging das dritte Viertel ebenfalls an die Falcons, die ihren Vorsprung damit auf 51:34 ausbauten.

Die Wurfquote der Gäste war im gesamten Spiel nicht gut, mit 22% aus dem 2er Bereich und nur 2 aus 17 Dreiern (12%) war an diesem Tag im Primodeuspark für die Gäste nichts zu holen. Nur ganze 4 Punkte der Gäste ließen die Falcons im letzen Abschnitt zu, hielten ihr Tempo weiter hoch und erzielten ihrerseits 16 Punkte. Coach Wehdemeier war mit dem Auftritt seines Teams sehr zufrieden obwohl die Turnover Rate der Falcons – meist durch Unkonzentriertheit oder Hektik – mit 19 Turnovern für ihn einfach zu hoch war. Aber die Gäste konnten daraus kaum Profit schlagen. „Das wird mit Sicherheit im Rückspiel anders aussehen,“ ist sich Wehdemeier sicher. Die Falcons gehen mit einem 29 Punkte Polster ins Rückspiel, Wehdemeier warnt jedoch davor, die Begegnung auf die leichte Schulter zu nehmen. „Chemnitz wird sich mit Sicherheit anders präsentieren und sich deutlich besser auf unsere Plays einstellen. Da haben wir diese Woche noch einiges an Arbeit vor uns.“

Jetzt werden erst einmal die Osterfeiertage zur Regeneration genutzt, ehe es am Dienstag mit der Vorbereitung auf das Rückspiel weitergeht.

Für die Falcons spielten: Gregor (11 Punkte/2 Dreier/8 Rebounds), Holzschuh (6/2/8), Heubel (4/), Kämpf (5/1/2), Steinhoff (3/0/1), Niehues (7/0/6), Oevermann (10/2/5), Rhein (7/1/4), Karabacak (4/0/5), Bokemeyer, Kentzler (10/0/5)