Arbeitssieg
Die Voraussetzungen waren nicht gerade die besten – Coach Brown weiterhin krankheitsbedingt außer Gefecht, konnte nur als Zuschauer dabei sein. Die Pointguards Isabel Gregor und Tosca Steinhoff mit hartnäckiger Erkältung nur bedingt einsatzfähig, Jerrine Steinhoff hütet seit einer Woche das Bett und Monica Crnjac, die sich seit längerem mit einem Infekt herumplagt, war ebenfalls zum Zuschauen verdammt.
Signatovich mit starkem Beginn
Los ging es gleich mit Tempo und einem Offensive-Foul durch Isabel Gregor nach 10 Sekunden, die sich für den Geschmack der Unparteiischen mit etwas zu viel Armeinsatz an ihrer Gegnerin vorbeischob. Doch die Falcons ließen sich davon nicht beirren und setzten die gut aufgelegte Claire Signatovich perfekt in Szene, die gleich mal für die ersten 7 Punkte der Falcons sorgte. Im Gegenzug trafen Nataliia Babii und Janina Dzubba jeweils einen Dreier und Schmidt und Brodnik für weiter 3 Punkte zur 9:7 Führung für Leimen. Doch durch schöne Spielzüge und erfolgreiche Abschlüsse von Signatovich, Bierina und Kenefick zogen die Falcons auf 11:14 davon, was auch das Viertelergebnis war.
Im zweiten Abschnitt blieb es vor allem die ersten Minuten weiter eng, Coach Wehdemeier musste aus Rücksicht auf seine angeschlagenen Pointguards Gregor und Steinhoff öfter wechseln als ihm lieb war und das merkte man auch am Spielrhythmus des Falcons. „Die beiden haben echt auf die Zähne gebissen, aber man hat gemerkt, dass sie nicht auf Normallevel spielen konnten.“ Dafür sprangen Signatovich und Bierina in die Bresche und punkteten munter weiter. Inga Oberhag zeigte bissige Defense und konnte so für etwas Entlastung auf der Guard Position sorgen. Bei 15:27 nahm Leimen eine Auszeit, die Falcons leisteten sich ein paar unnötige Fouls und brachten damit die Gegnerinnen an die Linie. Mit 27:34 ging es in die Halbzeitpause.
Schwaches drittel Viertel
Der dritte Abschnitt, normaleweise das stärkste Viertel der Falcons, war sehr mühsam. Leimen witterte seine Chance und kam bis auf einen Punkt an die Falcons heran, ehe Signatovich und Seegräber mit 5 Punkten wieder für etwas Abstand sorgen konnten. „Unsere Entscheidungen waren da nicht besonders gut, es gab zu wenig Bewegung im Angriff und wir waren im Abschluß nicht konsequent genug,“ so Tosca Steinhoff. Zum Glück war die Freiwurfquote diesmal deutlich besser als in den letzten Spielen. Jule Seegräbes Dreier zum 46:52 brachte den Falcons wieder etwas Luft.
Zum Start in den 4. Abschnitt gab es gleich mal 3 Punke für Leimen, Megahn Kenefick antwortete (49:54) und Tosca Steinhoff traf aus der Distanz (49:57). Dann wurde Elsa Bierina beim Dreier gefoult, versenkte alle drei Freiwürfe zum 49:60 und anschließend noch 2 weitere zum 51:62. Signatovich steuerte nach schönem Zusammenspiel weitere 2 Punkten bei und Jule Seegräber mit einem schönen Pullup-Jumper ebenfalls 2 Punkte. Auszeit Leimen. Doch die Falcons ließen nichts mehr anbrennen, hatten in Elsa Bierina ihre Topscorerin mit 21 Punkten und starkem Einsatz unter den Körben. „Elsa war heute überragend, sie hat mit ihrer Energie und ihrem Einsatz das Team mitgezogen.“ Am Ende stand ein 61:73 auf der Anzeigetafel und damit der 10. Sieg im 10. Spiel.
„Leimen war der erwartet unangenehme Gegner. Sie haben gut gespielt und gekämpft,“ so Coach Wehdemeier. „In Anbetracht der krankheitsbedingten Probleme hat unser Team aber mit unglaublicher Willenskraft das Spiel gewonnen.“ Jetzt heißt es erstmal schnellstmöglich alle Spielerinnen und den Coach wieder gesund zu bekommen, bevor am kommenden Samstag das letzte Spiel in 2025 im HTG Sportpark gegen Ulm ansteht.
Top Scorer Falcons: Bierina (21), Signatovich (19), Kenefick (11), Seegräber (10)
Top Scorer Leimen: Brodnik (21), Babii (13)