ETV will Chemnitzer Rauschzustand verhindern
Es wird noch mal hart und beschwerlich am Ende eines langen Basketballjahres für die Zweitligadamen des Eimsbütteler TV. Die erste von zwei langen Auswärtsfahrten führt die Hamburgerinnen am Samstag nach Chemnitz.
Dort wartet der heimstarke Tabellendritte ChemCats (8/2 Siege) auf die Aufsteigerinnen, die jüngst Tabellenführer AstroLadies Bochum zu Hause (57:65) einiges abverlangten. Die Chemnitzerinnen wiederum feierten vor einer Woche vor den Augen von Nationalspielerin Romy Bär einen ungefährdeten 76:51-Heimsieg über Bonn.
„Wir müssen uns auf eine aggressive Verteidigung am Ball einstellen und selbst versuchen, die Chemnitzerinnen nicht ins Spiel kommen zu lassen. Unabhängig von der Quote werfen sie konstant viele Dreier und können sich so in einen Rausch spielen“, warnt ETV-Headcoach Fredrick Kleemichen vor den Qualitäten der Sächsinnen. Für seine Schützlinge dürfte es vor allem darum gehen, US-Forward Erin Stroberg (16,5 Punkte, 10 Rebounds im Schnitt) zu stoppen.
Der 38-Jährige und sein Team haben eine nicht optimale Trainingswoche mit einigen verletzten, erkrankten und beruflich verhinderten Spielerinnen hinter sich. Doch trotz der wie so oft klaren Außenseiterinnenrolle wollen die Korbjägerinnen aus dem Herzen Hamburgs nicht von vorneherein klein beigeben. Können sie doch befreit aufspielen – zu verlieren haben sie nichts.
Allerdings hat die erste Damen-Zweitligasaison in der ETV-Basketballgeschichte ihre Spuren hinterlassen. Kleemichen: „Nun heißt es diese und nächste Woche noch mal die letzten Kräfte mobilisieren und dann in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub gehen. Das brauchen wir körperlich und mental.“