57:66 bei den Lady Dophins: ETV verliert in Bielefeld
Das hatten sie sich anders vorgestellt. Die Basketball-Damen des Eimsbütteler TV sind mit leeren Händen vom Zweitliga-Auswärtsspiel bei den Lady Dolphins aus Bielefeld zurückgekehrt. Beim 57:66 (28:30) ging am Ende offensiv der Faden verloren.
Nicht zum ersten Mal erwischten die Korbjägerinnen aus dem Herzen Hamburgs ein gutes erstes Viertel, kurz nach Beginn des zweiten Abschnitts leuchtete beim Stand von 14:22 sogar die höchste ETV-Führung des Spiels auf der Anzeigetafel auf. Doch wie im Heimspiel gegen Herne (69:78) folgte ein Negativlauf, der zwar mit 2:13 diesmal nicht so gravierend ausfiel, den Eimsbütteler Siegesambitionen dennoch einen herben Dämpfer versetzte.
Das dritte Spielviertel verlief dann zahlenmäßig (17:17) ausgeglichen, „auch wenn wir gefühlt um jeden Punkt kämpfen mussten“, so ETV-Headcoach Fredrick Kleemichen nach der Partie. Die Entscheidung fiel dann im Schlussabschnitt – leider zu Ungunsten der Aufsteigerinnen aus der Hansestadt.
„In der Offensive kam bei uns am Ende leider wenig Rhythmus zustande, defensiv haben wir einige einfache Aktionen der Bielefelderinnen zugelassen“, analysierte Kleemichen, der sich immerhin über die beste Saisonleistung der bisherigen Rollenspielerin Pauline Huber (neun Punkte, zwei erfolgreiche Dreier) freuen durfte. Da vor allem die Dreierquote der Gastgeberinnen in der zweiten Halbzeit stark kletterte, konnten die Lady Dolphins schließlich verdientermaßen ihren zweiten Saisonsieg feiern und damit zu den Eimsbüttelerinnen (2:4) aufschließen.
Für Coach Kleemichen fällt trotz der dritten Niederlage in Folge das Zwischenfazit vor dem spielfreien Wochenende durchaus positiv aus: „Wir haben nun begriffen, dass wir – ausgenommen das Spiel gegen Osnabrück – mehr als nur mithalten können in der Liga und in der Lage sind, Spiele zu gewinnen. Das muss auch in den Köpfen der Spielerinnen ankommen. Wir brauchen uns nicht zu verstecken und könnten noch selbstbewusster auftreten“, so der 38-Jährige.