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1. Bundesliga

Eigner Angels schlagen sich tapfer gegen den hohen Favoriten aus Osnabrück, können die 59:67-Niederlage aber nicht abwenden

verfasst von noerdlingen@dbbl.de

Sie haben alles gegeben, die neun verbliebenen Angels. Am achten Spieltag kam der Tabellendritte aus Osnabrück ins Ries. Und es entwickelte sich ein rasantes Match, das vor allem durch individuellen Einsatz der Gastgeberinnen geprägt war.

Erneut ohne Nördlingens Topspielerin Nicole Fransson, ohne die verletzte Sophia Nolan, die bereits auf der Heimreise ist und nicht mehr für die Angels aufläuft und mit einer weiterhin angeschlagenen Sam Ashby ging die Kuusi-Truppe das Abenteuer gegen den Favoriten aus Osnabrück an. Bereits nach acht Sekunden hatte die englische Nationalspielerinnen Ashby im Dienste der Angels einen Turnover und ein Foul auf dem Konto. Zwei Minuten dauerte es, ehe Natalie Kucowski die ersten Punkte für die Eigner Angels einnetzte. Zu einem recht frühen Zeitpunkt begann ein run an gun-Spiel, bei dem beide Teams reihenweise Hochkaräter vergaben. Das 8:4 für die Nördlingerinnen entspricht den vielen erfolglosen Korbaktionen beider Teams.

Das erste Viertel ging mit 15:13 knapp an die Gastgeberinnen, die mehr durch Einzelaktionen zum Korberfolg kamen. Wie zu erwarten war, zog man gegen Rollerson ohne Nördlingens Toprebounderin Fransson im Rebound den Kürzeren.

Das zweite Viertel begann ebenso nervös, wie das erste Viertel endete. Erst in der 12. Minute brachte Laura Schinkel einen Fastbreak erfolgreich zu Ende (17:13).

In der 16. Minute war es dann geschehen: die Gäste gehen durch Oceane Monpierre erstmals in Führung (20:21). Zwei spektakuläre und erfolgreiche Versuche von Nördlingens Mariam Hasle – Lagemann brachten die Kraterbasketballerinnen wieder in Führung – und die Halle war erstmals richtig laut und stand. Es begann eine starke Phase der Eigner – Angels, die zwei Minuten vor Halbzeitpfiff 26:21 führten.

Liga-Topscorerin Kristen Spolyar verkürzte danach mit einem Dreier.  Teambasketball sieht anders aus, der Spannung und der Attraktivität tat das keinen Abbruch. Die Einheimischen hielten gut gegen die Niedersachsen mit, bedenkt man, dass man bereits seit Wochen nicht mehr komplett trainieren, geschweige denn spielen kann.

Milica Cuic eröffnete mit einem Dreier für Osnabrück, Hasle-Lagemann schloss einen blitzsauberen Konter für Nördlingen mit zwei Punkten ab. Mangels personellen Optionen hielten die Nördlingerinnen vor allem individuell gegen das Osnabrücker Kollektiv.

Das Spiel blieb spannend, die Rieserinnen hielten mit Kampf und hohem persönlichen, aber auch kraftraubenden Einsatz mit. 35:38 nach 25 Minuten ist nicht basketballüblich. Kein Team konnte sich absetzen, wobei meist Osnabrück jetzt vorlegte und Nördlingen nachzog. Den rund 400 Zuschauern gefiel es sichtlich und hörbar. Sie hatten auch allen Grund dazu: bei 43:47 vor dem letzten Viertel war noch alles drin.

Wie jedoch zu befürchten war, zollte das Tempo bei den Angels nun Tribut, die im Prinzip mit einer siebener Rotation spielten. Während die Osnabrückerinnen weiterhin die Intensität hochhielten und punkten konnten, war auf Nördlinger Seite jeder Angriff eine ungewisse Unternehmung. In der 33. Minute erhöhten die Gäste erstmals auf eine zweistellige Führung (45:56) und zwangen Angels-Coach Kuusi zu einer Auszeit. Die Gastgeberinnen stellten auf Zonenverteidigung um, konnten aber ihre Gäste nicht mehr in die Bredouille bringen. Die 59:67-Heimniederlage macht dabei Lust auf mehr. Die Eigner-Angels zeigten beste Sonntagnachmittag-Unterhaltung. Eventuell kann man am Mittwoch mit einer genesenen Nicole Fransson beim Pokalachtelfinale rechnen, wenn Marburg um 19.30 nach Nördlingen kommt. Und dann… wer weiß?

 

Es spielten: Mayer (2), Sandell (3), Schinkel (16), Ndi (2) , Koch, Haslé-Lagemann (6), Kucowski (17/1 Dreier/10 Rebounds), Ashby (13), Pupkeviciute . Freiwürfe: 13/17 (76%), Rebounds: 35

Bei Osnabrück fielen besonders auf: Rollerson (15/9 Rebounds), Almqvist (12/1 Dreier), Spolyar (12/2 Dreier). Freiwürfe: 17/28 (61%), Rebounds: 40

 

Text: Thomas Lambertz
Bild: Michael Soller

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