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2. Bundesliga Nord

Saisonsieg Nr. 2 und ALBA vor der Brust

verfasst von chemnitz@dbbl.de

Bericht Freie Presse

Mit zwei Erfolgen aus zwei beiden Spielen sind die Zweitligabasketballerinnen aus Chemnitz optimal in die neue Saison gestartet. Nun kommt es zu einem besonderen Heimspiel im Pokal – das allerdings kaum ungünstiger hätte terminiert sein könnte.

Foto: Ernesto Uhlmann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Myah Taylor hat es einfach getan. „Wir wollen Meister werden“, hat sie ins Mikrofon gerufen, als vor einigen Wochen die offizielle Teamvorstellung der Chemcats über die Bühne ging. Während sich ihre Teamkameradinnen zurückhaltender äußerten und die erneute Teilnahme an den Playoffs als Saisonziel ausgaben, feuerte die stets lachende US-Amerikanerin mal eben einen solchen Spruch raus. Typisch amerikanisch eben: Selbstbewusst statt schüchtern.

Auch die ersten zwei Saisonsiege der Chemcats kann man aus eben diesen zwei Richtungen einordnen. Man könnte schüchtern und nüchtern sagen: Grünberg, gegen die am vergangenen Wochenende ein 77:64-Sieg gelang, und Eintracht Braunschweig, gegen die es am Samstag einen 63:57-Sieg gab, haben ja auch ihre anderen zwei Spiele bisher verloren. Die Erfolge sollten also nicht überbewertet werden. Oder man sagt: Die Chemcats sind mit zwei Siegen optimal in die Saison gestartet. Jetzt kann Alba kommen.

Pokalspiel der Cats zeitgleich mit dem der Niners

Am nächsten Samstag nämlich kommt es in der Schloßteichhalle im DBBL-Pokal zum Duell mit dem Erstligisten aus Berlin, der vor zwei Jahren den Aufstieg in die Bundesliga schaffte und im Frühjahr dieses Jahres im Halbfinale der Playoffs nur knapp am späteren Meister Keltern scheiterte. Vor dieser Saison haben sich die Berlinerinnen noch einmal ordentlich verstärkt und mit Marie Bertholdt und Theresa Simon zwei Nationalspielerinnen verpflichtet. Ein echter Kracher also für die Cats, der allerdings zu einer ungünstigen Zeit für Basketballfans angepfiffen wird. Tipp off ist am Samstag 18 Uhr – nur eine halbe Stunde später beginnt das Pokalspiel der Niners in der Messe gegen Gießen.

„Das ist schade, aber auch nicht zu ändern. Wir haben keine Chance, das Spiel zu verlegen . Es ist eben so“, sagte Chemcats-Trainer Thomas Seltner. Er übrigens gehört bei seinen Spielanalysen stets zur nüchternen Fraktion – muss als Cheftrainer wohl auch so sein.

Starke Engländerin macht Spiel noch einmal spannend

Als Mannschaft müssen die Chemcats derzeit die Ausfälle von Centerspielerin Tereza Hebisch und Spielmacherin Joy Baum kompensieren – und das gelingt derzeit richtig gut.

„Wenn man im letzten Viertel nur fünf Punkte macht, kann man von einem glücklichen Sieg sprechen“, sagte Seltner zum Sieg gegen Braunschweig. „Wir haben das drei Viertel lang ganz ordentlich gemacht. Dann aber haben die Mädels angefangen, nicht mehr zusammen zu spielen sondern jeden Wurf selbst zu nehmen. Das konnte nicht funktionieren, zumal die Braunschweigerinnen mit ihrer Engländerin eine extrem starke Spielerin hatten.“ Harriett Sewell Swindells ist damit gemeint, die kam am Ende auf 30 Punkte.

Aufseiten der Chemcats wird  die Last wird mehr und mehr auch auf viele Schultern verteilt. So kamen Lucile Peroche  und Myah Taylor auf 15 bzw. 17 Punkte, zudem überzeugte Emilia Dannebauer (10 Punkte) vor allem in der Defensive. Sie ist durch den Ausfall von Tereza Hebisch aktuell auf der Center-Position auf sich allein gestellt. „Und das macht sie richtig gut“, lobte Trainer Seltner.

Statistik

Chemcats: Peroche (15), Taylor (17), Dannebauer (10), Schmieder (7), Kluge (9), Küppers (3), Knorr (2), Wahren, Beier, Rebentisch

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