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2. Bundesliga Nord

ChemCats siegen mit prominentem Fan auf der Tribüne

verfasst von chemnitz@dbbl.de
Nach anfänglichen Startschwierigkeiten wurden die ChemCats ihrer Favoritenrolle gerecht. Im zehnten Spiel der 2. Basketballbundesliga Nord besiegten die Cats mit 76:51 die Gäste der Talents Bonn-Rhöndorf. Dabei konnten sie auch auf die Unterstützung der gebürtigen Karl-Marx-Städterin und Nationalspielerin Romy Bär zählen, die auf der Tribüne mitfieberte.

Vor dem Spiel schien auf dem Papier alles für die Chemnitzerinnen zu sprechen: Während die Cats sich bisher nur den Topteams aus Bochum und Osnabrück geschlagen geben mussten und mit acht Siegen auf dem dritten Tabellenplatz standen, warten die Gegnerinnen aus dem Tabellenmittelfeld nach wie vor auf ihren ersten Auswärtssieg.

Zu sehen war von der klaren Favoritenrolle zunächst aber nichts. Viele individuelle Fehler und eine wackelige Defensive bereiteten den ChemCats früh Schwierigkeiten. Die Bonnerinnen, die auch sehr gut von außen trafen, nutzen die Schwachstellen der Gastgeberinnen und hielten das Spiel offen. „Wir waren einfach nicht wach genug“, sagte Mika Scheidemann, Cheftrainer der Cats, nach Abpfiff. Das führte dazu, dass sein Team nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (18:18) mit einem 32:34-Rückstand zur Halbzeit in die Kabine gehen musste.

Wie ausgewechselt präsentierten sich die Chemnitzerinnen nach der Pause. Defensiv ließen sie im dritten Viertel so gut wie nichts zu. „In der Halbzeit haben wir die Spielerinnen dran erinnert, wie wir defensiv stehen wollen, und das haben sie perfekt umgesetzt. Auch offensiv fanden wir viele schnellere und klarere Abschlüsse“, lobte Scheidemann seine Mannschaft. Von den Bonnerinnen kam in diesen zehn Minuten wenig. Lediglich ein spektakulärer Treffer von Marisa Koopmann – ein Wurf in der letzten Sekunde, fast von der Mittellinie – sorgte für Staunen in der Schlossteichhalle.

Im letzten Spielabschnitt konnten die Cats ihren Vorsprung von 53:42 auf 76:51 ausbauen. „Wir haben eine sehr dominante zweite Halbzeit gespielt und im Endeffekt war das einfach ein sehr gutes und sehr solides Spiel“, resümierte der Chemnitzer Trainer.

Auch Romy Bär gefiel der Auftritt ihres alten Vereins: „Ich habe von der ersten Hälfte durch das Autogramme schreiben nicht viel mitbekommen, aber die zweite Hälfte sah sehr gut aus und sie haben verdient gewonnen“, sagte die Olympiateilnehmerin.

Am kommenden Samstag empfangen die ChemCats den Eimsbütteler TV. „Sie stehen in der Tabelle ähnlich wie Bonn. Auch da wollen wir den Sieg holen“, sagte Cheftrainer Mika Scheidemann.

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