Auswärtssieg und Böhme-Debüt zum Jahresausklang
Kurz vor Weihnachten fuhren die ChemCats noch einmal quer durch die Republik ins Rheinland. In Bonn kam es am 13. Spieltag zum Aufeinandertreffen mit den Talents Bonn/ Rhöndorf.
Die Gastgeberinnen sind um ihre augenblickliche Hallensituation nicht zu beneiden. Bereits zum dritten Mal konnten Sie nicht in ihrer gewohnten Heimsätte, dem Sportpark Pennefelde, spielen. Die Hallenproblematik in Bonn beeinträchtigt nicht nur die Spielsituation, sondern macht auch die Trainingsorganisation zur Mammutaufgabe für das Team aus dem Rheinland. Diese Situation ist für die BG Bonn mit ihrer tollen Nachwuchsarbeit eine mittlere Katastrophe. Man kann dem sympathischen Team um Trainerin Bea Waffenschmied nur wünschen, dass sich die Situation im neuen Jahr wieder verbessert.
Das Spiel Bonn war für beide Teams das zweite Aufeinandertreffen innerhalb von 14 Tagen. Im Hinspiel konnten sich die Cats nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit deutlich durchsetzen.
Auch im Rückspiel wollten die Chemnitzerinnen einen weiteren Erfolg gegen die defensivstarken Gastgeberinnen einfahren.Bei diesem Vorhaben musste man auf Chemnitzer Seite weiterhin auf Leann Rebentisch verzichten. Auch Jette Krause stand nicht zur Verfügung. Dafür war Chiara Schmieder wieder dabei. Auch eine Debütantin hatten die ChemCats an Bord. Die 14-jährige Lilli Böhme war erstmals mit dem Team unterwegs.
Die Partie startete nach einer Schweigeminute für die Opfer des Anschlags von Magdeburg.
Von Beginn an entwickelte sich eine zähe Partie. Auf Chemnitzer Seite hatte man aus den Fehlern des Hinspiels gelernt und in der Verteidigung einige Dinge angepasst.
Im Angriff tat sich das Chemnitzer Team allerdings etwas schwerer. Zwar hatte man Kontrolle über das Spiel, agierte aber im Angriff phasenweise zu fahrig.
Allerdings reichte das aus, um über die gesamte Spielzeit eine Führung zu behaupten. Bei den Gastgeberinnen ging recht wenig zusammen. Zum einen zeigten die Umstellungen in der Chemnitzer Verteidigung ihre Wirkung und das Team aus dem Rheinland hatte offensiv auch einen gebrauchten Tag erwischt.
So war die Messe nach dem dritten Viertel gelesen. Die ChemCats hatten gerade einmal 21 Punkte zugelassen. Da reichten auch 46 Chemnitzer Punkte für eine sehr komfortable Führung.
Im Schlussviertel, als die Partie längst entschieden war, platzte bei den Gastgeberinnen im Angriff endlich der Knoten. Nun wollte fast alles in den Korb fallen. 28 Punkte zauberten die Talents im Schlussviertel auf die Anzeigetafel. Bei den Cats wurden es, trotz vieler Wechsel, auch noch einmal 27 Punkte. Die Zuschauer hätten sich bestimmt 4 Viertel lang ein solches Spektakel gewünscht.
Am Ende siegten die ChemCats verdient mit 73:49. Das Debüt von Lilli Böhme mit knapp 10 Minuten Einsatzzeit und einer ansprechenden Leistung rundeten den Chemnitzer Erfolg ab.