Vor Wasserburg „brauchen wir nicht Angst haben“

Schon zwölf Mal trafen die Hurricanes auf den einstigen Serienmeister Wasserburg. Im Finale kommt es zum Wiedersehen mit einem stark veränderten Team.

Rotenburg – In den 2010er-Jahren war es das Duell David gegen Goliath. Die Avides Hurricanes gegen den TSV Wasserburg. Immerhin dreimal gelang es den Basketballerinnen aus Rotenburg und Scheeßel, den Serienmeister der 1. Damen-Bundesliga zu schlagen. Alle anderen neun Duelle gingen verloren. Mittlerweile befinden sich beide in der zweiten Liga und treffen nach sieben Jahren erstmals wieder aufeinander – und das im wichtigsten Spiel der laufenden Saison, dem Play-off-Finale. Dieses steigt am Samstag ab 16 Uhr in der Rotenburger Pestalozzihalle.

Dann könnte es auch zum Wiedersehen zwischen Levke Brodersen und Pia Mankertz kommen, wie die Hurricanes-Kapitänin verrät: „Gegen die habe ich gespielt, als sie noch bei Saarlouis war.“ In der laufenden Saison kommt die ehemalige Nationalspielerin aber nur auf drei Einsätze für Wasserburg – darunter zwei in der Halbfinalserie. „Die damaligen Spielerinnen sind alle weg“, sagt Mankertz. Die 33-Jährige hingegen ist neben Hannah Pakulat und Andrea Sievers eine von drei Hurricanes-Akteurinnen, die an fast allen der zwölf Begegnungen mit dem Süd-Rivalen beteiligt war und nach wie vor zum Kader gehört.

Entsprechend weiß sie genau, dass die Bayerinnen „das Nonplusultra waren. Die waren fast immer Deutscher Meister. Damals hat man noch nicht fast ausschließlich mit Profis gespielt. Wasserburg war aber vergleichsweise schon sehr professionell. Entsprechend waren das immer Duelle, wo man Respekt hatte.“ Dennoch schafften es Mankertz & Co., direkt die ersten drei für sich zu entscheiden. Auch in den folgenden neun Partien boten die Hurricanes der damaligen Übermacht oftmals Paroli. „Ich erinnere mich auch noch an ein Spiel. Da konnte ich auch rückwärts auf den Korb werfen und habe alles getroffen“, sagt Mankertz schmunzelnd und denkt dabei an das 59:80 im Oktober 2014, als sie sechs Dreier und insgesamt 19 Punkte beisteuerte. Trotz der Niederlage trafen sich beide Mannschaften in der Saison nach der Hauptrunde noch zweimal in den Play-off-Halbfinals. Am Ende schieden die Hurricanes aus und Wasserburg feierte den neunten von insgesamt elf Meistertiteln.

Neun Jahre später sind die beiden Kontrahenten aus sportlicher Sicht wohl erstmals auf Augenhöhe. „Bei Wasserburg ist alles anders. Die spielen nur noch in derselben Halle“, meint Christian Greve, der selbst als Coach bereits mit den Hurricanes und dem MTV Wolfenbüttel auf die Süddeutschen traf. Seine Kapitänin ergänzt: „Damals hatten sie mehr Ausländerinnen und viel Erfahrung im Team. Jetzt setzen sie vermehrt auf junge Spielerinnen. Gefühlt versuchen die es, etwas neu aufzubauen.“ Auch Trainer Luis Prantl fügt sich mit seinen erst 23 Jahren gut ein und hat laut Greve „nicht nur eine oder zwei Spielerinnen, auf die wir achten müssen. Das ist eine sehr ausgeglichene Mannschaft.“ Ähnliches lässt sich auch über seine Hurricanes sagen, bei denen am Samstag einzig Luise Linke fehlt. Sie nimmt am Wochenende in Berlin mit der U 18 des SC Rist Wedel am Final Four der Nachwuchsbundesliga teil. Damit stehen Greve dieselben zwölf Spielerinnen wie am vergangenen Wochenende in der dritten Halbfinalpartie gegen die Astroladies des VfL Bochum zur Verfügung.

Neun Jahre später sind die beiden Kontrahenten aus sportlicher Sicht wohl erstmals auf Augenhöhe. „Bei Wasserburg ist alles anders. Die spielen nur noch in derselben Halle“, meint Christian Greve, der selbst als Coach bereits mit den Hurricanes und dem MTV Wolfenbüttel auf die Süddeutschen traf. Seine Kapitänin ergänzt: „Damals hatten sie mehr Ausländerinnen und viel Erfahrung im Team. Jetzt setzen sie vermehrt auf junge Spielerinnen. Gefühlt versuchen die es, etwas neu aufzubauen.“ Auch Trainer Luis Prantl fügt sich mit seinen erst 23 Jahren gut ein und hat laut Greve „nicht nur eine oder zwei Spielerinnen, auf die wir achten müssen. Das ist eine sehr ausgeglichene Mannschaft.“ Ähnliches lässt sich auch über seine Hurricanes sagen, bei denen am Samstag einzig Luise Linke fehlt. Sie nimmt am Wochenende in Berlin mit der U 18 des SC Rist Wedel am Final Four der Nachwuchsbundesliga teil. Damit stehen Greve dieselben zwölf Spielerinnen wie am vergangenen Wochenende in der dritten Halbfinalpartie gegen die Astroladies des VfL Bochum zur Verfügung.

(Denkmann, Rotenburger Kreiszeitung)