Statement: Hurricanes gewinnen das Play-down-Hinspiel deutlich
Gegen Eimsbüttel sticht Nele Gleitsmann aus einem starken Team heraus. Am Sonntag können die Hurricanes den letzten Schritt zum Klassenerhalt machen.
Rotenburg – Das war ein Statement! In der letzten Heimpartie von Pia Mankertz haben die Zweitliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes am Freitagnachmittag den ersten Teil des Play-down-Finales mit 81:60 (35:28) gegen den Eimsbütteler TV gewonnen. Ausschlaggebend für den deutlichen Erfolg waren vor allem ein 15:0-Lauf im dritten Viertel sowie die Wurfqualität von Nele Gleitsmann aus der Distanz. Nun geht es darum, den Vorsprung an diesem Sonntag (17 Uhr) in Hamburg zu verteidigen und somit die Klasse zu halten.
Sieben Dreier bei zwölf Versuchen – Gleitsmann stellte mal wieder ihr feines Händchen unter Beweis. „Was sie gerade am Ende getroffen hat, war stark“, betonte Christian Greve. Bei seiner Lobeshymne wollte der Coach jedoch niemanden vergessen und ergänzte deshalb: „Das war eine herausragende Leistung von allen.“ Zwar wollte Mankertz speziell im ersten Durchgang bei ihren Korbwürfen nicht allzu viel gelingen, am Ende kam sie dennoch auf gute 19 Punkte. Auch Luise Linke (12) und Kendall Nead (15) punkteten zweistellig. Zudem sammelte Katharina Newton neun Rebounds ein.
Mit zwei Dreiern am Stück zum 11:7 zündete Gleitsmann die von rund 250 Zuschauern besuchte Pestalozzihalle erstmals richtig an. „Ich musste das wiedergutmachen, was letzte Woche schiefgelaufen ist“, meinte die 22-Jährige und dachte dabei an ihre schwächere Ausbeute gegen Eintracht Braunschweig. Nead legte einen weiteren Distanztreffer nach. Richtig absetzen konnten sich die Hurricanes aber noch nicht, weil sie Eimsbüttel immer wieder einluden und vorn zu viele einfache Zähler liegen ließen. Nur 34 Prozent der Zwei-Punkt-Würfe landeten am Ende im Korb. Die Gäste waren in dieser Statistik mit 38 Prozent unwesentlich effizienter.
Im zweiten Viertel wuchs der Vorsprung zumindest minimal auf 35:28 an. Wie schnell dieser verpuffen kann, stellten die Gastgeberinnen nach dem Seitenwechsel fest. Knapp drei Minuten benötigten die Hansestädterinnen, um in Person der auffälligen Paula Alvarez das Ergebnis auszugleichen. „Das dritte Viertel ging schrecklich los“, machte Greve deutlich. „Dieses Mal haben wir es aber nicht hergeschenkt.“ Im Gegensatz zu manch anderer Partie brachen seine Hurricanes nicht ein, sondern konterten mit einem 15:0-Lauf und führten plötzlich mit 50:35. Erst Miriam Sommerstedt konnte diesen mit ihren verwandelten Freiwürfen beenden (29.).
Das Momentum lag nun beim Heimteam. Eimsbüttel begann zu hadern und nachzudenken, gab sich aber noch nicht auf. „Wir haben 80 Minuten Zeit“, rief die aufgrund eines Kreuzbandrisses ausfallende Jasmin Weyell ihren Mitspielerinnen von der Bank aus zu. Sie wies damit darauf hin, dass am Sonntag noch das Rückspiel ansteht und somit genügend Zeit bleibt, um den Rückstand aufzuholen. Dieser vergrößerte sich im letzten Abschnitt allerdings noch einmal und beträgt nun 21 Punkte – ein großer Vorteil für die Hurricanes.
„Ich bin zuversichtlich für Sonntag“, sagte Greve und wies abermals auf das Vertrauen hin, das er seit Wochen in seine Mannschaft hat. In Euphorie wollte er trotz der guten Ausgangslage noch nicht ausbrechen. „Wir starten wieder bei 0:0 und müssen noch mal eine ähnliche Leistung abrufen.“
(Neddermann, Rotenburger Kreiszeitung)