Ryan beendet das Zittern der Hurricanes in Braunschweig

Die Avides Hurricanes liegen nach ihrem Zittersieg in Braunschweig nur noch einen Punkt hinter dem neuen Tabellenführer BBZ Opladen und sind Dritter.

Scheeßel – Sechster Sieg in Serie – die Zweitliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes haben ihre aktuelle Erfolgsbilanz ausgebaut und sind auf Platz drei vorgerückt. Der 54:49 (28:15)-Erfolg bei Eintracht Braunschweig stimmte Coach Christian Greve allerdings auch ein wenig nachdenklich. „Das müssen wir auf jeden Fall aufarbeiten“, meinte er, denn einen zwischenzeitlichen 18-Punkte-Vorsprung verspielte sein Team, ehe es in der Schlussphase dann die Nerven behielt.

In den letzten Minuten des Spiels war es vor allem Shannon Ryan, die ihre Hurricanes zum Sieg führte. „Auf sie war Verlass“, stellte Greve fest. „Es war ja vorauszusehen, dass es ein Spiel für Shannon sein könnte.“ Schon im Hinspiel hatte die US-Amerikanerin ihre Größe ausgespielt, nun wiederholte sie das mit 22 Punkten und 15 Rebounds – ihr mittlerweile zehnter Double-Double.

Ryan hatte bereits den 28:15-Halbzeitstand besorgt, alles schien auf einen klaren Sieg der Hurricanes in diesem Niedersachsen-Derby hinauszulaufen. Erst recht, als Andrea Baden per Dreier in der 23. Minute das 35:17 gelang – die höchste Führung. „Wir hatten es defensiv im Griff. Ich habe noch in der Halbzeit davor gewarnt, es nicht wieder so wie letzte Woche in Göttingen zu machen. Doch dann ist genau das passiert, nur noch schlimmer“, wunderte sich Greve darüber, dass sein Team die Löwenstädterinnen nun agieren ließ. Schon bis Ende des dritten Viertels hatte Ida Bikker einen 16:5-Lauf per Dreier mit dem 33:40 abgeschlossen, in der 34. Minute gelang Ilona Brox der Ausgleich zum 43:43 – das Spiel drohte zu kippen.

„Ich habe viel Vertrauen in die Mannschaft. Sie ist mental so stark, dass sie trotz einer schwachen Leistung in der zweiten Hälfte und trotz des Ausgleichs nicht die Wende zugelassen hat. Das zeigt, dass wir in den richtigen Momenten noch Gas geben können. Wir müssen es aber konsequent über 40 Minuten spielen“, resümierte Greve. „Braunschweig hat schon Qualität. Mich ärgert es aber, dass wir es denen in manchen Phasen zu leicht gemacht haben.“

Unterm Strich zählen jedoch die zwei Punkte, durch die die Hurricanes eine gute Ausgangsbasis vor dem Spitzenspiel bei den ChemCats Chemnitz gelegt haben. Der bisherige Primus kam beim neuen Tabellenführer BBZ Opladen mit 44:67 unter die Räder. Opladen hatte sich allerdings kurzfristig aus der „Konkursmasse“ des abgemeldeten Erstligisten und Kooperationspartners Rheinland Lions bedient und sich die Dienste von Lea Wolff sowie Romy Bär gesichert.  

(Freese, Rotenburger Kreiszeitung)