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2. Bundesliga Nord

Nur Mankertz und Linke am Limit: Hurricanes krönen die Aufholjagd nicht

verfasst von AVIDES Hurricanes

Die Hurricanes müssen sich mit 72:76 gegen den Eimsbütteler TV geschlagen geben und nun wohl auf die Play-downs einstellen.

Rotenburg – Beim Einwerfen und auf der Bank trugen die Basketballerinnen der Avides Hurricanes ein pinkes Oberteil über ihren Trikots – ein buntes Statement am Valentinstag. Auf dem Spielfeld agierte der Zweitligist von Trainer Christian Greve gegen den Eimsbütteler TV allerdings über weite Strecken „farblos“ und ließ die große Chance verstreichen, weiter um Platz acht, der den direkten Klassenerhalt bedeutet, mitzumischen. Eine kräftezehrende Aufholjagd fand nicht ihr Happy End, die Play-downs rücken für den Meister von 2023 und 2024 immer näher. „Wir stellen uns darauf ein“, gestand Kapitänin Pia Mankertz nach der 72:76 (33:49)-Heimniederlage gegen den direkten Rivalen.

Mankertz, mit 29 Punkten die überragende Spielerin der Hurricanes, sprach hinterher recht deutlich von einem „Kack-Ende“ und meinte damit nicht nur das Resultat für ihren Tabellenelften, sondern dachte auch an das Aus von Eimsbüttels Jasmin Weyell. Die hatte sich 42 Sekunden vor Schluss nach einem Wurfversuch und Block von Jenna Cotter bei der Landung das rechte Knie verdreht und droht, mit Verdacht auf Kreuzbandriss länger auszufallen. Kurz zuvor hatte Cotter ihre Hurricanes vor 120 Zuschauern noch auf 71:73 herangebracht, doch in der Schlussphase gelang es den Gastgeberinnen nicht mehr, die Wende herbeizuführen. Als Caroline Schwarz bei noch 17 Sekunden auf der Uhr von der Dreierlinie abschließen musste, touchierte der Ball nur das Netz, nicht den Korb. Kurz darauf erlaubte sich Kendall Nead ihr fünftes Foul.

Es war insgesamt kein guter Auftritt der Hurricanes, die mal wieder den Start verpatzten, nach nur fünf Minuten bereits mit 13 Punkten in Rückstand gerieten (7:20) und vor allem die ehemalige Mitspielerin Leonie Rosemeyer nicht unter Kontrolle bekamen. Eimsbüttels Flügelspielerin hatte in etwas weniger als vier Minuten bereits 13 Punkte erzielt, am Ende waren es 26. „Auch da gab es einen klaren Auftrag, aber der wurde nicht umgesetzt“, kritisierte Coach Greve und bemerkte: „Wir kriegen nicht den Fokus für 40 oder auch nur 35 Minuten hin, und wir haben ganz schön viel liegen lassen.“ Eine Feldwurfquote von 28 Prozent in der ersten Hälfte sagte alles, zumal Eimsbüttel fast doppelt so effektiv war. Vor allem US-Profi Nead haderte mit ihren Würfen. „Sie hatte keinen guten Tag und kämpft mental, was ihren Wurf angeht“, erklärte Greve. Bei Centerin Cotter stimmte die Quote, sie kam aber nur zu zwei Rebounds.

„Eimsbüttel war in der ersten Hälfte deutlich variabler, schneller und wacher“, beobachtete auch Hurricanes-Vorstand Utz Bührmann nachdenklich. Mankertz gestand wiederum: „Ich hatte den Eindruck, dass wir nur schwer ins Spiel gefunden haben und nicht alle bereit waren, den Kampf anzunehmen.“ Zwar kamen die Hurricanes mit einem Mankertz-Dreier zum 23:24 wieder heran (11.), ließen dann aber erneut abreißen, sodass die Hamburgerinnen bis zur Pause den Vorsprung auf 16 Punkte ausbauten und im dritten Viertel sogar auf 51:33 durch Rosemeyer erhöhten (22.).

Neben Mankertz war es in Hälfte zwei vor allem Luise Linke, die an ihr Limit ging und hier 13 ihrer insgesamt 14 Punkte erzielte. Mit 13 Rebounds erreichte die 18-Jährige zudem ein Double-Double und trug maßgeblich dazu bei, dass ihr Team immer dichter herankam. Nach einem Mankertz-Dreier und Cotters Zweier eine Minute vor dem Ende bahnte sich die Wende an – doch die kam nicht mehr. „Wir hätten früher auf den Punkt kommen müssen“, meinte Greve zur Schlussphase. Somit deutet alles auf die Play-downs hin. „Realistisch betrachtet denke ich das auch, zumal das Restprogramm ja auch nicht einfach ist“, räumte Bührmann ein.

(Freese, Rotenburger Kreiszeitung)

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