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2. Bundesliga Nord

Mankertz verabschiedet sich mit dem Klassenerhalt

verfasst von AVIDES Hurricanes

Trotz einer überwiegend schwachen Leistung retten die Hurricanes den 21-Punkte-Vorsprung gerade so ins Ziel, während Eimsbüttel runter muss.

Rotenburg – Es ist vollbracht! Die Basketballerinnen der Avides Hurricanes haben sich im Play-down-Finale hauchdünn durchgesetzt und damit den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga perfekt gemacht. Zwar verlor das Team von Christian Greve beim Eimsbütteler TV deutlich mit 50:68 (27:34), der 21-Punkte-Vorsprung aus dem Hinspiel reichte jedoch, um das direkte Duell gerade so für sich zu entscheiden. Gleichzeitig ist damit klar, dass die Hamburgerinnen sportlich in die 1. Regionalliga abgestiegen sind.

An der Unterstützung in der vollen Halle lag es nicht, dass es trotz der komfortablen Führung vom Freitagnachmittag für die Hurricanes am Sonntag noch mal eng wurde. „Wir hatten viel Support aus Scheeßel und Rotenburg, den die Spielerinnen gespürt haben“, berichtete Coach Greve und verriet: „Hinterher haben mir einige erzählt, dass sie für die letzten zwei, drei Minuten rausgegangen sind, weil sie es nicht aushalten konnten.“ Zu diesem Zeitpunkt hatte ausgerechnet die ehemalige Hurricanes-Spielerin Leonie Rosemeyer gerade das 63:40 erzielt und damit alles auf den Kopf gestellt. Der Vorsprung der Gäste war dahin. Auch Paula Alvarez sorgte per Dreier zum 66:42 dafür, dass Greve erstmals so richtig ins Grübeln geriet.

Nele Gleitsmann kam für Luise Linke zurück auf den Court und fand die passende Antwort. Nachdem der 22-Jährigen, die im Hinspiel mit 25 Zählern die überragende Figur gewesen war, fünf Versuche aus der Distanz missraten waren, verwandelte sie im sechsten Anlauf den Dreier und verkürzte auf 45:66. Jenna Cotter per Zweier sowie Caroline Schwarz und Pia Mankertz, für die es das letzte Spiel war, warfen von der Freiwurflinie die letzten Punkte der Hurricanes. „Alles, was wir bis dahin nicht gut gemacht haben, haben wir in den letzten Sekunden wieder wettgemacht“, meinte Greve.

Aber wie kam es dazu, dass sein Team überhaupt noch diese brenzlige Phase überstehen musste? Bereits das erste Viertel verloren die Hurricanes mit 13:24. „Ich vermute, dass es ein Mix aus zwei Dingen war. Zum einen waren sie angespannt, weil es um alles ging, zum anderen zu locker, weil das Hinspiel deutlich gewonnen wurde“, erklärte der Gästetrainer. Selbst habe er bis dato noch keine Gedanken an eine Verlängerung oder gar einen Abstieg verschwendet, da Mankertz & Co. zumindest hin und wieder eine gute Aktion hatten.

Insgesamt war der Auftritt in der Hansestadt jedoch nicht mit dem zu vergleichen, was noch zwei Tage zuvor abgerufen worden war. Offensiv zeigten die Hurricanes nicht das, wozu sie theoretisch imstande sind. „ETV hat es aber auch gut gemacht und immer wieder mal eine Zone eingestreut, gegen die wir uns schwergetan haben“, sagte Greve. Defensiv wiederum ließen seine Spielerinnen Eimsbüttels Alvarez und Rosemeyer zu viel Platz. Erschwerend kam hinzu, dass Rosemeyer-Bewacherin Kendall Nead in der 18. Minute bereits ihr viertes Foul zog und daher für längere Zeit auf der Bank saß. „Am Ende bringen wir es irgendwie über die Zeit“, meinte Greve erleichtert. Er sprach von einer „gelösten Stimmung“. Zudem sei die eine oder andere Träne vor Erleichterung geflossen.

(Neddermann, Rotenburger Kreiszeitung)

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