Mankertz gibt Greve gegen Göttingen neue Optionen

Am Wochenende können die Hurricanes wieder auf ihre zuletzt verletzte Kapitänin Pia Mankertz zurückgreifen. Eine weitere Spielerin testet bereits an.

Scheeßel – Das tägliche Laufen in den vergangenen Wochen hat sich für Pia Mankertz ausgezahlt. Nach fast zweimonatiger Verletzungspause ist der Schienbeinkopfbruch der Kapitänin der Avides Hurricanes ausgeheilt und nun steht sie erstmals wieder im Kader ihres Basketball-Zweitligisten. Trainer Christian Greve macht vor dem Rückrundenauftakt bei der BG 74 Göttingen am Sonntag (16 Uhr) bereits klar: „Wenn Pia fit ist, ist sie immer eine Startspielerin.“

Bis dahin war es allerdings ein weiter Weg. Beim Auftakttraining am Dienstag konnte sie nun erstmals wieder mittrainieren. „Ich merke aber schon, dass ich eine längere Pause hatte, besonders was das Ballgefühl angeht“, gibt Mankertz zu. „Ich freue mich aber, endlich wieder spielen zu können.“ Sie sei zurzeit bei circa 65 bis 70 Prozent ihres Leistungsvermögens. In den vergangenen Wochen arbeitete sie hart für dieses Comeback. „Natürlich habe ich versucht, mich mit Fahrradfahren – ohne Widerstand – und langen Spaziergängen ein wenig fit zu halten, denn das war das Einzige, was ich machen durfte. Nach Weihnachten habe ich dann gestartet und war fast jeden Tag laufen. So habe ich versucht, mich etwas auf den Wiedereinstieg vorzubereiten“, erzählt die 32-Jährige.

Mit all ihrer Erfahrung schätzt sie denn auch ihre Einsatzzeit ein: „Ich denke, dass ich so 20 Minuten schaffen könnte, will da aber auch nichts erzwingen. Je nachdem, wie mein Team mich gebrauchen kann. Ohne mich haben sie ja auch sehr gut performt.“ In der Zeit ohne Mankertz stehen neben der Pokalniederlage gegen Erstligist Rutronik Stars Keltern drei Siege in der Liga zu Buche. Der letzte war ein 54:43 gegen Göttingen. Ein ähnliches Ergebnis vermutet Greve auch im Rückspiel: „Ich gehe davon aus, dass es auch aufgrund der starken Defensive des Gegners Richtung Low-Scoring-Game geht. Da müssen wir gucken, dass wir in unsere Automatismen im Scoring kommen.“

Der Coach erwarte keine großen Veränderungen der Gastgeberinnen. „Sie haben ihren Stil, den sie spielen. Sie sind sehr aktiv, gerade was die Verteidigung angeht. Und sie werden sicher das Ergebnis korrigieren wollen. Diese Intensität müssen wir annehmen“, fordert Greve, der wiederum als Ziel ausgibt, selbst „das Ergebnis des Hinspiels zu bestätigen. Der Kader wird größer. Neben Pia sind auch die krankheitsbedingt ausgefallenen Spielerinnen wieder dabei. Die Bank ist also länger.“ Neben den langzeitverletzten Michelle Schischkov und Carolin Knittler fehlt somit nur noch Melda Tölle. Und auch sie befindet sich auf dem Weg zurück auf den Court. „Sie testet diese Woche erst mal an. Ich gehe aber nicht davon aus, dass sie am Wochenende spielen wird.“

Mankertz hingegen ist bereit. Und sie gibt Greve neben ihrer „Erfahrung, Intensität, Kommunikationsstärke und der Spielübersicht“ auch weitere Möglichkeiten im Spiel: „Mit ihr können wir auch mal mit beiden Guards spielen. Die Option hatten wir zuletzt ja nicht“, freut sich der Trainer.

(Denkmann, Rotenburger Zeitung)