Wonach möchten Sie suchen?
40467581 Viele Bonner Arme Versperren Jenna Cotter Den Weg Zum Korb 2o7a
2. Bundesliga Nord

„In der Höhe tut das echt weh“: Hurricanes verlieren erneut

verfasst von AVIDES Hurricanes

Im Gegensatz zu den Vorwochen gelingt den Hurricanes gegen Bonn ein starker Start. Ab dem zweiten Viertel lassen sie offensiv jedoch alles vermissen.

Rotenburg – Verkehrte Welt in der Pestalozzihalle: Erstmals ist den Avides Hurricanes in dieser Zweitliga-Saison ein guter Start gelungen. 27 Punkte erzielten die Basketballerinnen von Christian Greve alleine im ersten Viertel. Jedoch kamen nur noch 26 Zähler bis zur Schlusssirene obendrauf, weil ab dem zweiten Abschnitt von jetzt auf gleich der Spielfluss abriss und ein Endspurt ausblieb. Somit kassierten die Gastgeberinnen vor rund 100 Zuschauern letztlich eine 53:77 (32:35)-Klatsche gegen die Talents Bonn/Rhöndorf. „In der Höhe tut das echt weh“, räumte der Coach nach der bereits fünften Niederlage im siebten Spiel ein.

Das Leistungsgefälle war an diesem Samstagabend in dem achtköpfigen Kader einfach zu groß. Während Pia Mankertz wie üblich ablieferte, waren es gegen Bonn vor allem die beiden US-Amerikanerinnen, die mit ihrer Leistung herausstachen. Jenna Cotter schrammte mit ihren zehn Punkten und neun Rebounds knapp an einem Double-Double vorbei, Kendall Nead war mit 19 Zählern die beste Werferin ihres Teams. „Die beiden ,Amis‘ haben gut gearbeitet“, fand Greve und verriet, dass Nead momentan mit muskulären Problemen in ihrem linken Bein zu kämpfen hat. „Sie ist deshalb teilweise etwas verunsichert und hat nicht das vollste Vertrauen. Das merkt man dann in der einen oder anderen Situation.“ Erschwerend hinzu kam, dass sie beim Zug zum Korb von Lea Wolff geblockt wurde und dabei mit ihrer angeschlagenen Seite umknickte. Nach kurzer Pause samt einiger Bewegungstests ging es für sie weiter.

Nur selten entwickeln die Hurricanes um Melda Tölle (am Ball) den nötigen Zug zum Korb. © Neddermann

Entscheidend war ihr Anteil vor allem zu Beginn gewesen. Mit einem Zuspiel auf Cotter, die das 2:0 erzielte, zeichnete sich Nead zunächst als Assistgeberin aus und baute dann selbst mehrfach die Führung aus. 13 ihrer 19 Punkte warf die 23-Jährige in den ersten zehn Minuten, nach denen es 27:14 stand. Im zweiten Abschnitt folgte der Bruch. „Ich weiß nicht, ob wir von unserem guten Start überrascht waren“, rätselte Greve und schob hinterher: „Das erste Viertel war so, wie wir uns das vorstellen. Die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind und uns die Chancen erarbeitet haben, war wirklich gut.“

Nichts davon war ab Minute elf zu sehen. Lediglich zwei-, dreimal ließen die Hurricanes noch kurz aufblitzen, zu was sie in der Lage sein könnten. „Defensiv war das nicht so schlecht, auch wenn ich kritisiere, dass die Abstimmung noch viel besser sein muss“, sagte der Heimcoach und sah die Probleme stattdessen vor allem in der Offensive. Schlechte Bewegungen, kein Zug zum Korb. „Und wir dürfen momentan nicht zu viel eigene Ideen einbringen, sondern müssen unsere Sets durchspielen“, ergänzte Greve.

Enttäuscht oder genervt? Jedenfalls gibt es bei Kendall Nead (2.v.l.) und Co. keinen Grund zur Freude. © Neddermann

All das führte dazu, dass seine Hurricanes nur fünf weitere Punkte bis zur Pause warfen. Ganz anders sah es bei den erstarkten Gästen aus. Angefangen mit den beiden Dreiern von Emily Scheibinger und Karoline Steffen zum 20:27 (13.) lief Bonn heiß und war nun drauf und dran, die Begegnung zu drehen. Nicola Happel verpasste zunächst aus der Distanz die erste Führung ihres Teams (15.). Die gelang Wolff aus ähnlicher Position. Ihr 35:32 war gleichzeitig der Pausenstand, weil Anna Lena Skeib hingegen ihre Ausgleichschance nicht nutzte.

Mit wenigen Ausnahmen sei seine Mannschaft „nicht effektiv“ gewesen, betonte Greve. 34 Prozent bei den Zwei-Punkte-Versuchen und 25 Prozent bei den Dreiern waren deutlich zu wenig. Auch in der Rebound-Statistik waren die Hurricanes mit 31:48 gnadenlos unterlegen. Speziell der zweite Durchgang ließ die Erfolgsquoten in den Keller sinken. Weil es die Bonnerinnen in ihrer Verteidigung gut machten und die Gegnerinnen aus der gefährlichen Zone fernhielten, blieb den Gastgeberinnen oftmals nur der zu ungenaue Versuch aus der Distanz. Wesentlich facettenreicher und mit mehr Energie spielten die Gäste ihre Angriffe aus und setzten sich Schritt für Schritt immer weiter ab. Das 75:48 von Sophia Müller war der deutlichste Vorsprung (37.). „Um es mit einer Floskel zu sagen: Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen“, bemerkte Greve.

(Neddermann, Rotenburger Kreiszeitung)

Unsere Partner

Logo Kurhotel Bad Staffelstein Rev Oip