Hurricanes verlieren achtbar mit 31:61 gegen Erstligist Herner TC
Die Avides Hurricanes schieden im Pokal-Achtelfinale aus. Gegen Erstligist Herne zeigten die Zweitliga-Basketballerinnen aber eine ordentliche Leistung.
Rotenburg – Kein Coup im Cup, aber auch keine Packung: Die Avides Hurricanes haben sich am Mittwochabend mit Anstand aus dem DBBL-Pokal verabschiedet. Die Zweitliga-Basketballerinnen um Kapitänin Pia Mankertz waren im Achtelfinale vor rund 60 Zuschauern in der Pestalozzihalle erwartungsgemäß dem Herner TC unterlegen, hielten gegen den Erstliga-Neunten aber vor allem defensiv gut dagegen und verloren mit 31:61 (10:34).
„Das ist ein achtbares Ergebnis“, fand auch Coach Christian Greve und dachte bereits an den Sonntag. Dann treten seine Hurricanes im Niedersachsen-Derby bei Eintracht Braunschweig an. „Wir müssen das, was wir gegen Herne gut gemacht haben, wir müssen das Positive mitnehmen.“ Das erste Viertel gehörte weniger dazu, denn in diesem gerieten die Gastgeberinnen nach dem Ausgleich zum 2:2 von Pia Mankertz (1.) schnell und deutlich in Rückstand, sodass der Durchgang mit 5:21 wegging. „Da hätte man schon mit 100 rechnen können“, befürchtete der Coach eine Lehrstunde.
Doch auch für das Team von Trainer-Urgestein Marek Piotrowski, der schon zu Oberhaus-Zeiten der Hurricanes in Herne Head-Coach war, läuft es in der Liga aktuell nicht so rund. So sprühte der Favorit in diesem Match auch nicht unbedingt vor Selbstvertrauen. 34:10 lautete die Pausenführung der Gäste und Greve fand: „Das zweite und dritte Viertel war schon okay. Im letzten Viertel war es dann so, wie wir es spielen wollten.“ Und immerhin: Den Abschlussdurchgang gestalteten die Hurricanes mit einem 11:11 ausgeglichen. Hier gelangen Anna Lena Skeib auch zwei erfolgreich platzierte Dreier innerhalb von vier Minuten (34./38.).
Und noch ein paar weitere Nadelstiche setzten die Hurricanes. Etwa der Start ins zweite Viertel, als erst Cotter und dann ihre amerikanische Landsfrau Kendall Nead trafen (11.), aber auch der Korb durch Cotter nach einem sehenswerten Mankertz-Durchstecker. Oder aber das 20:50 durch Caroline Schwarz mit der Sirene am Ende des dritten Viertels zum 20:50. „Und wenn man nur 61 Punkte kassiert, dann kann man auch zufrieden sein“, betonte Greve. „Es ist schließlich ein Erstliga-Team, gegen das wir gespielt haben.“ Und das hatte mit Zoesha Smith und Olivia Olsen eine spürbare physische Präsenz unter dem Korb. „Das war echt schwierig“, nahm der Coach seine Center Jenna Cotter und Katharina Newton in Schutz. „In der ersten Liga rennen sie schneller, springen höher und boxen härter aus“, nannte Greve die großen Unterschiede. Zur körperlichen Überlegenheit kam die spielerische hinzu. So fand er deshalb die erzielten 31 Punkte ordentlich. Insbesondere Kapitänin Pia Mankertz mit sieben Rebounds und Kendall Nead mit elf Punkten sowie sieben Rebounds zeigten dabei Führungsqualitäten.
(Freese, Rotenburger Kreiszeitung)
