Wonach möchten Sie suchen?
Img 0379
2. Bundesliga Nord

Hurricanes spüren neues Selbstvertrauen im Abstiegskampf

verfasst von AVIDES Hurricanes

Nachdem die Avides Hurricanes einen Zwölf-Punkte-Rückstand gegen Braunschweig noch aufgeholt und gewonnen haben, wollen sie in Bochum nachlegen.

Rotenburg – Mitunter ist es ganz schön, in Erinnerungen zu schwelgen. „Das werde ich nie vergessen, das war wild“, dachte Kapitänin Pia Mankertz sofort an den 5. November 2011 zurück, als ihre Avides Hurricanes in der 1. Basketball-Bundesliga gegen den SV Halle nach einem 17-Punkte-Rückstand eine wahnsinnige Aufholjagd in nur acht Minuten hingelegt und noch mit 76:68 gewonnen hatten. Ganz so spektakulär war es am Mittwochabend im Zweitliga-Nachholspiel und Kellerduell gegen Eintracht Braunschweig nicht. In diesem Fall waren es zwölf Punkte, die die Hurricanes im vierten Viertel in der Pestalozzihalle wettmachten. Aber dem mit 82:75 nach Verlängerung gewonnenen Niedersachsenduell könnte im Laufe der weiteren Saison eine besondere Bedeutung zukommen.

„Das war wichtig für die Moral, gerade durch die Overtime kann uns das noch mal einen Push geben“, meinte Coach Christian Greve, der mit seinem abstiegsbedrohten Tabellenelften am Sonntag (17 Uhr) beim VfL Bochum ran muss. Zurückgekehrt ist auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. „Wir sind nur einen Sieg hinter dem Tabellenachten“, betonte Greve und hatte nach zuvor fünf Niederlagen in Serie bereits eine Idee: „Wir können jetzt eine neue Serie starten.“ Wohlgemerkt eine positive dieses Mal. Auch Mankertz merkte kämpferisch an: „Gegen Bochum wissen wir auch, wie es geht.“ Schließlich hatten sich die Hurricanes im Hinspiel mit 69:62 durchgesetzt.

Allerdings schrumpft der Kader tief im Westen mal wieder auf sieben Spielerinnen, denn Katharina Newton tritt die Reise wie vor der Saison verabredet nicht mit an. „Wir haben ja eine Vereinbarung“, verdeutlichte Greve. Heißt: Die Spielminuten der 43-jährigen Centerin verteilen sich auf die Kolleginnen. Pia Mankertz ist es ohnehin schon gewohnt, nicht eine Sekunde auf der Bank zu sitzen. In nunmehr sechs der vergangenen sieben Spiele war das so. Und selbst im Overtime-Spiel blieb es dabei. „40 Minuten reichen nicht mehr“, bemerkte die 35-Jährige halb erschöpft, halb schmunzelnd nach ihrem 45-Minuten-Auftritt.

Dass gegen Braunschweig aber trotz des Sieges längst nicht alles gut war, zeigt nicht nur der Zwölf-Punkte-Rückstand nach 30 Minuten, sondern bestätigt auch Mankertz: „Das dritte Viertel war eine absolute Katastrophe, so wie wir es von uns kennen. Die Zone hat uns da das Genick gebrochen. Nachdem wir zur Mann-Mann-Verteidigung zurückgekehrt sind, wurde es besser. Wir haben im richtigen Moment angezogen.“ Lange agierten die Hurricanes zu fehlerhaft, insbesondere auch bei den Pässen. „Das galt für alle“, fand Greve.

Exemplarisch für den Wandel zum Guten stand Kendall Nead. Die US-Amerikanerin hatte bis zum Ende des dritten Durchgangs neben ihren vier Freiwürfen keinen Korb aus dem Spiel heraus erzielt und avancierte doch noch zu einer der entscheidenden Figuren. Mit ihrem 60:67 leitete Nead einen 6:0-Run ein. Per Dreier erzielte sie dann den Ausgleich zum 71:71, der die Hurricanes noch in die Overtime brachte.

Dort wiederum waren Neads Distanzwurf und der von Luise Linke zum 79:73 ausschlaggebend. „In dieser Phase des Spiels war das Team sehr bereit, sehr wach und lebhaft“, befand Greve und glaubt: „Wenn wir das mitnehmen, können wir in Bochum eine Überraschung landen. Das wären Big Points.“ Schließlich würden die Hurricanes die Play-downs gerne vermeiden, wie auch Pia Mankertz betont: „Achter wäre toll, ein Wunsch. Aber sonst sollten wir wenigstens Neunter oder Zehnter werden, weil du dann in den Play-downs leichter den Klassenerhalt schaffen kannst.“

(Freese, Rotenburger Kreiszeitung)

Unsere Partner

Ist Schwarz Bballaid Logo Center Rgb 1c Auf Hell Oip Foil2sport Logo Vivenu Thalia Logo Neg Cmyk Dark Green Bw Master Brand Logo Rgb