Erneuter Fehlstart der Hurricanes
Die Hurricanes kassieren in Lichterfelde ihre vierte Niederlage. Aus dem Sextett stach Kapitänin Pia Mankertz mit einem Double-Double heraus.
Rotenburg – Wieder ein Fehlstart, wieder eine Aufholjad – aber dieses Mal ohne Erfolg: Die Zweitliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes haben beim TuS Lichterfelde ihre vierte Saisonniederlage einstecken müssen und mit 60:66 (27:28) verloren. An der kleinen Rotation – nur sechs Spielerinnen standen in der Bundeshauptstadt zur Verfügung – wollte es Coach Christian Greve aber nicht festmachen. „Die eine oder andere war noch angeschlagen. Deshalb fiel es uns ein bisschen schwer, die volle Energie zusammen aufs Feld zu schmeißen. Wir waren nicht auf dem Energielevel, auf dem wir spielen können, sonst hätte die Partie auch anders ausgehen können“, meinte der Coach.
Neben der Langzeitverletzten Anna Gerken, Katharina Newton, die die weiten Fahrten nicht mitmacht, und Caroline Schwarz (Weisheitszahn-OP) fehlte auch die kranke Anna Lena Skeib. Hinzu kamen Bedingungen in der Halle in Berlin, die Greve als „schon speziell“ bezeichnete. So gab es in der ersten Halbzeit eine rund 20-minütige Pause, weil die 24-Sekunden-Anlage immer wieder ausgefallen war. „Ein paar Mal auch zu unserem Nachteil“, verwies der Coach auf einige Unterbrechungen.
Hinzu kam, dass die Hurricanes erneut den Start verschliefen. „Wir kassieren offene Dreier und sind zu passiv. Das ist eine Kopfsache“, vermutete der Trainer und weiß: „Da muss ich eine Lösung finden, wie wir besser ins Spiel kommen, denn daran werde ich mich nicht gewöhnen.“ Mit 2:14 lagen die Hurricanes in Berlin hinten (5.), ehe Pia Mankertz mit einem Dreier ihr Team weckte und die Gäste durch Luise Linke noch im ersten Viertel auf 12:15 verkürzten. Mankertz sorgte mit zwei Freiwürfen auch für den knappen 27:28-Rückstand zur Pause und war am Ende die auffälligste Spielerin – mit 13 Punkten und zwölf Rebounds erreichte sie ein Double-Double. Dieses verpasste Centerin Jenna Cotter nur knapp mit 20 Punkten und neun Rebounds. „Auf Pia ist Verlass, auch Jenna hat es ganz gut gemacht“, fand Greve.
Auch im dritten Viertel waren die Hurricanes noch in Schlagdistanz (44:48), konnten aber nie an Lichterfelde vorbeiziehen. Im letzten Durchgang gerieten sie dann zwischenzeitlich mit bis zu 13 Punkten in Rückstand. Melda Tölle gelang mit zwei Freiwürfen nur noch die Resultatsverbesserung zum 60:66.
(Freese, Rotenburger Kreiszeitung)