Die Hurricanes gewinnen in Braunschweig – doch es bleibt spannend
Die Avides Hurricanes siegen 78:73 im Hinspiel in Braunschweig. Luise Linke gelingt ein Double-Double, Caroline Schwarz ist beste Korbjägerin.
Rotenburg – Entschieden ist noch nichts. Aber zumindest sind die Avides Hurricanes in den Play-downs den ersten Schritt in Richtung Klassenerhalt gegangen. Der Damen-Zweitligist von Coach Christian Greve gewann das Hinspiel mit 78:73 (40:36) bei Eintracht Braunschweig. Vor allem im dritten Viertel überzeugte er, wenngleich an einigen Stellen noch Luft nach oben war. Endgültig kann die Basketballgemeinschaft aus Rotenburg und Scheeßel den Einzug in die zweite Runde am Samstag fix machen. Dann empfängt sie den niedersächsischen Rivalen ab 15 Uhr zum Rückspiel in der Pestalozzihalle. Verliert sie hingegen mit mehr als fünf Punkten Differenz, steigt sie in die 1. Regionalliga ab.
„Gewonnen ist noch nichts“, wusste der Hurricanes-Coach. Zugleich meinte er: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir es nächste Woche positiv bestreiten können.“ Grund für seinen Optimismus lieferten die zehn mitgereisten Spielerinnen. Seine Kapitänin Pia Mankertz nannte Greve „unverzichtbar“, die Amerikanerinnen Jenna Cotter und Kendall Nead „solide“. Caroline Schwarz überzeugte mit ihrem Zug zum Korb, 16 Punkten sowie acht Rebounds. Luise Linke gefiel mit ihrem Double-Double aus je zwölf Punkten und Rebounds, Anna Lena Skeib mit ihren drei früh verwandelten Distanzwürfen. Nele Gleitsmann taute vor allem im letzten Viertel auf und Katharina Newton brachte ihre Erfahrung mit ein. „Es ist niemand abgefallen oder besonders herausgestochen. Wir waren also nicht abhängig von einer Person“, bilanzierte Greve. Auch seinen beiden Reservespielerinnen Sabrina Grafelmann und Nele Meyer dankte der Trainer: „Es gibt mir in solchen Spielen mehr Sicherheit, mehr Spielerinnen zur Verfügung zu haben.“ Dass das Duo aus der Zweiten nicht zum Einsatz kam, begründete er mit der guten Leistung der Etablierten. „Und wir hatten keine Foulproblematik oder Verletzung.“
Eine ihrer besten Phasen hatten die Hurricanes direkt zu Beginn. „Offensiv hatten wir eine gute Intensität“, lobte Greve. Zwar erzielte Harriet Swindells die erste und einzige Braunschweiger Führung (1.), daraufhin gaben die Gäste aber den Ton an und führten nach einem Dreier von Skeib mit 15:7 (6.). Bis zur Pause schwankte die Höhe der Führung immer wieder. Teils glichen die Gastgeberinnen sogar aus. „Braunschweig hat nicht aufgegeben“, bemerkte der Hurricanes-Coach und berichtete, dass es bei seinem eigenen Team nicht in allen Bereichen so lief, wie er das wollte.
Verbesserungswürdig nannte er die defensive Abstimmung, die Rotation und die richtige Dosierung der Intensität. „Ein Drittel der Fouls waren welche, die man nicht machen muss“, erklärte Greve. „Gerade im vierten Viertel hätten wir es oft smarter lösen müssen.“ So leistete sich seine Mannschaft insgesamt 21 Fouls. Die Löwenstädterinnen bestraften dies mit einer ordentlichen Freiwurfquote von 87 Prozent bei 23 Versuchen und verkürzten nach dem Hurricanes-Hoch im dritten Viertel von 42:56 (26.) auf 60:63 (33.). Auch am Ende betrug der Vorsprung der Gäste nur fünf Zähler, wodurch für beide Seiten im Rückspiel noch alles offen ist.
(Neddermann, Rotenburger Kreiszeitung)