Bursch und Linke sind im Pokal die besten Werferinnen
Die kurzfristig nur zu acht angetretenen Hurricanes setzen sich in der ersten Pokalrunde mit 125:35 in Kiel durch. Der nächste Gegner steht bereits fest.
Rotenburg – Auch mit einem nur achtköpfigen Kader haben die Zweitliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes ihre erste Pflichtspielaufgabe der neuen Saison souverän gelöst. In der ersten Runde des DBBL-Pokals kam die Spielgemeinschaft aus Rotenburg und Scheeßel beim Kieler TB aus der 2. Regionalliga Nord zu einem 125:35 (71:20)-Erfolg. „Das Ergebnis ist angemessen, unser Auftritt war auch gut. Wir haben das seriös bis zum Ende heruntergespielt“, urteilte Coach Christian Greve. Sein Team empfängt nun in der nächsten Runde den Ligarivalen BBC Osnabrück – voraussichtlich am 10. Oktober um 15 Uhr in der Pestalozzihalle.
Greves Kader schrumpfte kurz vor dem Spiel noch einmal deutlich zusammen, weil sich Caroline Schwarz und Paula Sattelkau krank abmeldeten und für Krystsina Bairak vom polnischen Verband noch die Freigabe fehlte. „Wir hoffen, dass wir es bis zum nächsten Wochenende geregelt kriegen“, meinte Greve. Dann starten die Hurricanes beim VfL Bochum in die neue Punktspielrunde.
Bis dahin rechnet Greve auch mit seiner erst in der Woche angekommenen zweiten US-Profispielerin Nabaweeyah McGill, auf die er am Samstag wegen der fehlenden Papiere verzichten musste. Auch Nele Gleitsmann (Studiumsgründe) und die lange verletzte Anna Gerken waren noch nicht dabei. Die, die antraten, trugen sich dafür alle in die Scorerliste ein. „Jede hat sich eingebracht, alle sind gut zum Zuge gekommen. Wir konnten die Spielzeit gut verteilen und die Formationen durchlaufen lassen“, berichtete der Coach.
Am auffälligsten waren dabei die US-Amerikanerin Destinee Bursch mit 34 sowie Luise Linke mit 31 Punkten. Teodora Zecevic kam auf 20 Punkte und war mit drei erfolgreichen Distanzwürfen beste Dreierschützin. Vieles lief dabei aber über Fastbreaks. Greve sprach von einer spielerischen und auch athletischen Überlegenheit, attestierte den Kielerinnen aber: „Die haben alles reingeschmissen und bis zum Ende Vollgas gegeben.“
In der Anfangsphase lief bei den Hurricanes noch nicht alles rund. „Da musste ich ein-, zweimal lauter werden. Nach zwei Minuten war die Marschroute dann klar“, meinte Greve. Eine Auszeit war dafür nicht nötig. „Mit Wechseln und durch Ansprachen haben wir das geregelt.“ Folglich entschied sein Team das erste Viertel mit 29:14 für sich und zog bis zur Halbzeit auf 71:20 davon.
Auch danach blieben die Hurricanes dominierend, jeweils 27 Punkte erzielten sie in beiden Vierteln und ließen wenig zu. „Wir haben gesehen, was schon gut funktionieren kann und woran wir arbeiten müssen“, bemerkte der Coach, nannte vor allem die „Abstimmung in der Defense, die Helpside“ und befand: „Es gibt durchaus noch Möglichkeiten, sich zu verbessern.“
(Freese, Rotenburger Kreiszeitung)