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2. Bundesliga Nord

Blackout nach Schwarz-Aus – Hurricanes brechen in Bochum ein

verfasst von AVIDES Hurricanes

Die Avides Hurricanes verlieren in Bochum mit 63:84. Im dritten Viertel leistete sich das Team einen Blackout.

Rotenburg – Mit einer neuen und vor allem positiven Serie wird es vorerst nichts bei den Avides Hurricanes. Einen abermaligen Katastrophenstart wussten die Zweitliga-Basketballerinnen aus Rotenburg und Scheeßel am Sonntag beim VfL Bochum noch zu korrigieren, einen Blackout im dritten Viertel dann allerdings nicht mehr. Nach dem wichtigen Overtime-Sieg gegen Eintracht Braunschweig unter der Woche setzte es im Ruhrpott eine schmerzhafte 63:84 (30:34)-Niederlage. Die Hurricanes bleiben Tabellenelfter und damit auf Play-down-Kurs. Coach Christian Greve sprach von einer „Unterperformance-Leistung“ in der zweiten Hälfte.

Das Spiel begann einmal mehr holprig – typisch für die Hurricanes in dieser Saison. Schon nach 90 Sekunden reagierte Greve darauf mit einer Auszeit, vermochte einen 6:16-Rückstand dadurch aber auch nicht zu verhindern (5.). Doch plötzlich war sein Team „ready“ und antwortete mit einem 10:0-Run in nicht einmal zwei Minuten. „Da sind wir besser in die Offense gekommen, besser ins Scoring“, bemerkte der Coach. Kapitänin Pia Mankertz gelang das 16:16 (7.). Mit ihrem zweiten Dreier glich Caroline Schwarz beim 19:19 erneut aus. Es war jedoch die letzte Aktion der 25-Jährigen, die mit dem Viertelende ausschied. „Sie hat sich vertreten und konnte mit der Hacke nicht mehr richtig auftreten“, erklärte Greve. Zwar bot Schwarz später an, es noch einmal zu versuchen, doch Greve wollte nichts riskieren und spielte somit zu sechst bis zum Ende. Auch er wusste um die Schwächung: „Sie hätte uns geholfen.“ So kamen mit Mankertz und den US-Amerikanerinnen Kendall Nead und Jenna Cotter gleich drei Spielerinnen auf volle 40 Minuten.

Ein letztes Mal egalisierte Nead beim 23:23 Anfang des zweiten Viertels, dennoch blieben die Gäste bis zur Pause dran – 30:34. „In der ersten Halbzeit lief es noch ganz gut, aber dann lassen wir uns den Schneid abkaufen, indem wir physisch nicht gegenhalten, sondern uns ergeben. Da war es für Bochum dann leicht“, ärgerte sich Greve. Die Hurricanes wirkten nach der Pause, als seien sie mit den Köpfen noch in der Kabine und erlaubten sich viele unnötige Ballverluste. Zudem war insbesondere Shooting Guard Cecelia Collins nie zu stoppen. Bochums Amerikanerin kam auf 31 Punkte und 16 Rebounds. „Sie ist individuell eine krasse Spielerin“, urteilte Greve über den „MVP der Liga“. Mit vier Dreiern war zudem Marija Ilic sehr gefährlich.

Bis auf 17 Punkte zogen die Bochumerinnen im dritten Viertel davon, im letzten Durchgang enteilten sie phasenweise bis auf 25 Zähler. „Sicher wären Big Points super gewesen, aber das hat unsere Leistung auch nicht hergegeben“, betonte Greve und hofft darauf, dass sein Team im Duell mit dem Tabellenneunten Eimsbütteler TV am nächsten Samstag „anders auftritt“.

(Freese, Rotenburger Kreiszeitung)

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