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2. Bundesliga Nord

„Unser schlechtestes Saisonspiel“

verfasst von gruenberg@dbbl.de

2. Liga Frauen: Grünberg geht mit 58:79 in Bochum unter – Coach Unger findet deutliche Worte

Der erhoffte Befreiungsschlag blieb aus: Die Bender Baskets Grünberg kassierten am Sonntag in der 2. Basketball-Bundesliga Nord der Frauen eine deutliche 58:79 (37:49)-Niederlage beim VfL Bochum – und verharren damit weiterhin im Tabellenkeller. Die Mittelhessinnen fanden in der Ruhrgebietshalle nie die nötige Stabilität, besonders im Defensivverhalten. Bochum nutzte die Schwächen konsequent aus und dominierte das Spiel über weite Strecken.

Bereits das erste Viertel entwickelte sich zum Problemabschnitt für Grünberg. Bochum hatte die Sache im Griff, spielte über die wuchtige Centerin Faith Dut, die kaum zu stoppen war. Die Kanadierin legte am Ende 26 Punkte und 15 Rebounds auf und blockte vier Würfe – ein physisches Niveau, mit dem die Baskets nicht zurechtkamen. Der 26:10-Start (10.) der Gastgeberinnen gab die Richtung vor – und bescherte den Gästen eine hohe Hypothek für den weiteren Verlauf.

Offensiv arbeitete sich Grünberg im zweiten Viertel ins Spiel zurück. 27 Punkte der Mittelhessinnen waren in dieser Sequenz ein ordentliches Statement, doch defensiv blieben zu viele Fragen offen. Cecelia Collins (18) und Marija Ilic (9) setzten Nadelstiche, und Bochum bestrafte viele Abwehrfehler sofort. So blieb der Abstand trotz besserer Sequenzen deutlich (49:37, 20.)

Im dritten Durchgang (18:11) brach Grünberg endgültig weg. Die Bochumerinnen blieben physisch dominant, verteidigten konsequent und ließen keine Aufholjagd mehr zu. Im Schlussviertel (12:10) verwalteten sie das Ergebnis abgeklärt.

Trainer Patrick Unger fand klare Worte:
„Das war, glaube ich, das schlechteste Spiel, das wir in dieser Saison gespielt haben. Defensiv waren wir nicht da, wo wir sein wollten. Im zweiten Viertel hätten wir defensiv etwas mehr Zugriff bekommen müssen – dann hätte das Spiel vielleicht noch einmal kippen können.“ Doch es fehlten Basics, zu wenig habe man in der Verteidigung kommuniziert und generell: Die Verunsicherung sei spürbar gewesen. „Uns fehlt eine Menge Selbstvertrauen, das hat man heute gesehen.“

Dennoch bemühte sich der Übungsleiter, den Blick nach vorn zu richten: „Wir müssen nächste Woche gegen Leverkusen einen deutlich besseren Job machen, mehr Rebounds, weniger Turnover.“ Unger formulierte zudem einen Richtungsentscheid für die Baskets: „Wir müssen uns jetzt entscheiden, wie es weitergeht und ob wir noch einmal in der Lage sind, den Schalter umzulegen.“

Bender Baskets Grünberg:
E. Kramer (14/2), Kohl (12/1), Baker (11/2), Quapil (4), Popp (4), Lückenkotte (3), Seegräber (2), Drescher (2), Graf (2), Schlebusch (2), Adaszewska (2)

Quelle: Gießener Allgemeine

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