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2. Bundesliga Nord

Trotz Führung kurz vor Schluss: Bender Baskets Grünberg unterliegen Bochum

verfasst von gruenberg@dbbl.de

Das Anfangsviertel katastrophal, das Schlussviertel enorm knapp: Die Partie der Bender Baskets Grünberg gegen den VfL Bochum bot einiges an Emotionen.

Die Bender Baskets Grünberg haben dem Playoff-Anwärter VfL Bochum in der 2. Basketball-Bundesliga (Nord) der Frauen am Samstag lange Paroli geboten, am Ende aber knapp verloren. In der Theo-Koch-Sporthalle unterlag das Team von Headcoach Patrick Unger mit 65:68 (26:32) und kassierte damit die zweite Niederlage in Folge – obwohl Grünberg nach einer schwachen Anfangsphase stark zurückkam und im Schlussviertel mehrfach führte.

Der Start misslang völlig. Zwar legte Charlotte Kohl nach Assist von Emma Kramer die ersten Punkte auf, doch Bochum konterte sofort mit viel Tempo und Physis. Beim 4:18 (7.) aus Grünberger Sicht war der Rückstand im ersten Viertel bereits zweistellig, ehe Hanna Adaszewska und Kohl den Abstand bis zur ersten Pause wieder verkürzten (13:18, 10.). „Wir hatten ein katastrophales Viertel, haben uns aber sehr gut zurückgekämpft. Am Ende darfst du dir aber gegen eine Mannschaft wie Bochum nicht so viele Fehler erlauben“, bilanzierte Unger.

Grünberg fand dann über die Defensive in die Partie. Im zweiten Abschnitt erzwangen die Baskets Ballgewinne, kontrollierten besser den Defensivrebound und kamen wieder auf 22:25 (16.) heran. Bochum antwortete jedoch mit wichtigen Treffern von Ramona Tews, die zweimal von jenseits der Dreierlinie zuschlug, und nahm eine 32:26-Führung (20.) mit in die Kabine.

Nach der Pause kippte das Momentum. Grünberg blieb dran, Tonisha Baker traf einen Dreier zum 30:38 (25.), Hanna Adaszewska punktete mehrfach in Korbnähe – und in der Schlussphase des dritten Viertels drehte Grünberg das Spiel: erst der Fastbreak von Lena Graf zum 40:42, dann Frieda Schlebuschs Lay-up zum 42:42 und schließlich Adaszewskas Treffer zur ersten Führung (44:42, 30.).

Fehlversuche von der Freiwurflinie

Im Schlussviertel entwickelte sich ein echter Krimi. Die Gallusstädterinnen zogen auf 46:42 (31.) weg, ehe Bochum mit seiner Erfahrung zurückschlug und über Cecelia Collins (16 Punkte) sowie Faith Dut (20) wieder in Front ging (54:59, 36.). Doch die Baskets steckten nicht auf: Lückenotte traf zweimal von außen, Katharina Quapil versenkte den Fastbreak-Dreier – 63:63 (37.). Als Kohl an die Linie durfte, brachte sie Grünberg sogar 65:63 nach vorn (38.).

Die Entscheidung fiel in Details. Bochum glich per Freiwürfen aus, dann ging es in die Schlussminute: Hier fehlte den Mittelhessinnen die letzte Konsequenz. „Es waren viele Kleinigkeiten, die am Ende das Spiel entschieden haben“, sagte der Coach – und meinte damit auch die Szene 16 Sekunden vor Abpfiff, als Baker nach Foul an die Linie ging, aber beide Freiwürfe vergab. Auf der Gegenseite blieb Tews eiskalt und traf zwei Sekunden später zweimal (65:68). Grünbergs letzter Angriff endete im Ballverlust.

Unger hielt dennoch fest: „Alles in allem ein tolles Spiel von uns, auch wenn es letztendlich nicht gereicht hat, gegen eines der meiner Meinung nach drei besten Teams der Liga. Es wäre wichtig gewesen, gerade, weil auch Hamburg mal wieder gewonnen hat.“ Und: „Die Entwicklung bestätigt sich, es ist ein Prozess – dass wir gegen so ein Team so ein Spiel zeigen können, hätte vor der Saison keiner gedacht. Deshalb bin ich super stolz auf mein Team.“

Grünberg: Lückenotte (14/2), Adaszewska (14), Kohl (9), Baker (7/1), Graf (6), Kramer (5/1), Schlebusch (5), Quapil (5/1), Seegräber, Popp, Drescher, Cimmermann.

Quelle: Gießener Allgemeine

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