Sechs Spiele, fünf Siege! Grünberger Trend setzt sich gegen Bonn/Rhöndorf fort
Die Grünberger Frauen machen aktuell richtig Spaß. Gegen Bonn/Rhöndorf gelingt ein 81:58. Coach Unger hebt die Teamchemie positiv hervor.
Von der Niederlage in Chemnitz in der Vorwoche ließen sich die Bender Baskets Grünberg nicht lange beeindrucken. Im Gegenteil: Am Sonntag fanden die Gallusstädterinnen zurück in die Erfolgsspur und bezwangen die Talents Bonn/Rhöndorf mit 81:58 (41:28). Es war der fünfte Sieg aus den letzten sechs Partien – und ein weiterer Beleg für die Entwicklung des Teams von Headcoach Patrick Unger in der 2. Basketball-Bundesliga (Nord) der Frauen.
Von Beginn an präsentierten sich die Baskets deutlich griffiger als noch eine Woche zuvor. Grünberg verteidigte aufmerksam, zwang Bonn zu schwierigen Würfen und setzte offensiv immer wieder Nadelstiche. Nach einem konzentrierten ersten Viertel (23:13, 10.) bauten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung im zweiten Abschnitt weiter aus (36:22, 18.) und gingen mit einer komfortablen 41:28-Führung (20.) in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel ließ Grünberg nicht nach. Zwar versuchten die Talents, über ihre körperlich starken Innenspielerinnen dagegenzuhalten, doch die Baskets hatten stets die passende Antwort parat (54:32, 26.). Mit einem erneuten 20:18 im dritten Viertel blieb der Vorsprung stabil, die Grünbergerinnen zogen noch einmal an und sorgten frühzeitig für klare Verhältnisse (61:46, 30.). Auch in der finalen Sequenz (20:12) ließen die Gallusstädterinnen nichts anbrennen.
Durch das deutliche 81:58 sicherte sich Grünberg auch den direkten Vergleich gegen Bonn, das Hinspiel war auswärts mit 61:79 verloren worden. „Das war wichtig, wir wollten, dass es auch so deutlich wird. Wir haben am Ende auch auf den direkten Vergleich spekuliert. Somit ist alles am Ende gut“, erklärte Unger nach der Partie. Der Coach zeigte sich insgesamt sehr zufrieden – nicht nur mit dem Resultat, sondern auch mit dem Auftritt seiner Mannschaft und dem kontinuierlichen Aufstieg ins Tabellenmittelfeld.
Ausschlaggebend war gegen die Talents erneut die mannschaftliche Geschlossenheit. Das Scoring verteilte sich auf viele Schultern, auch von der Bank kamen wichtige Impulse. Allen voran Tonisha Baker, die mit 19 Punkten, elf Assists und enormer Präsenz das Spiel lenkte. Charlotte Kohl überzeugte mit einem Double-Double (16 Punkte, 14 Rebounds), Emma Kramer (12) und Frieda Schlebusch (11) sorgten für zusätzliche offensive Entlastung. „Auch die Leute, die nicht starten oder weniger Minuten bekommen, geben so viel Gas. Das ist einfach wichtig, dieser Zusammenhalt – und es macht super viel Spaß“, betonte Unger.
Grünberg: Baker (19/2), Kohl (16/1), Kramer (12), Schlebusch (11/2), Adaszewska (8), Lückenotte (6/2), Quapil (5/1), Popp (2), Seegräber (2), Graf, Gerber, Drescher.
Quelle: Gießener Allgemeine