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2. Bundesliga Nord

Nach knappem Sieg in Hamburg: Bender Baskets Grünberg haben den Klassenerhalt sicher

verfasst von gruenberg@dbbl.de

Die Bender Baskets Grünberg bleiben in der 2. Basketball-Bundesliga. Die Mannschaft gewann das Playdown-Rückspiel am Sonntag in Hamburg.

Hamburg – Die Bender Baskets Grünberg haben den Klassenerhalt in der 2. Basketball-Bundesliga der Frauen perfekt gemacht. Nach der knappen 77:78-Heimniederlage im Hinspiel vor Wochenfrist gewann das Team von Headcoach Patrick Unger das entscheidende zweite Duell der ersten Playdown-Runde beim Eimsbütteler Turnverband am Sonntag mit 75:70 (29:34) und sicherte sich damit den Verbleib in der Liga. Für Grünberg geht es mit erleichterten Gefühlen in die Sommerpause, während der ETV in die zweite Runde muss und dort auf die Hurricanes Rotenburg/Scheeßel trifft.

„Heute haben viele Rädchen ineinandergepasst. Vor einem halben Jahr hätten wir so ein Spiel nicht gewonnen“, meinte Unger nach dem Auswärtssieg. Dabei war den Baskets die Bedeutung der Partie zunächst anzumerken. „Am Anfang war das Team noch etwas nervös – ich war es auch. Aber ich habe den Mädels gesagt: Nervosität ist nur da, wenn es auch etwas bedeutet.“

Grünberg startete durch Sarah Lückenottes Dreier zum 3:0 (1.) gut, verlor danach aber offensiv den Rhythmus. Eimsbüttel drehte die Partie über 8:3 (4.) und 17:9 (9.), ehe die Baskets bis zum Ende des ersten Viertels auf 17:19 (10.) verkürzten. Auch im zweiten Abschnitt blieb Hamburg zunächst vorn. Nach dem 26:19 (13.) und 33:24 (16.) drohten die Mittelhessinnen deutlicher ins Hintertreffen zu geraten, doch Tonisha Baker verkürzte kurz vor der Pause psychologisch wichtig auf 29:34 (20.).

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie. Baker traf früh zum 32:34 (22.) aus Sicht der Gallusstädterinnen und legte per Dreier zum 35:34 (23.) nach. Zwar antworteten die gastgebenden Nordlichter noch einmal, doch nach dem 38:38 (24.) übernahm Grünberg zunehmend die Kontrolle. Charlotte Kohl, Baker, Emma Kramer und Hanna Adaszewska sorgten mit einem starken Lauf für das 52:41 (27.). Beim 56:42 (29.) hatte Grünberg das Momentum klar auf seiner Seite, nach drei Vierteln stand es 58:46.

„Wir haben sehr diszipliniert verteidigt hinten raus. In der zweiten Halbzeit haben sie wirklich Gas gegeben“, lobte Unger. Wichtig war auch, dass Grünberg ETV-Leistungsträgerin Leonie Rosemeyer diesmal besser kontrollierte beziehungsweise sie früh in Foulprobleme brachte. Zudem funktionierte das größere Line-up der Baskets, die unter dem Korb deutlich präsenter waren und das Rebound-Duell mit 50:33 für sich entschieden.

Im Schlussakt wurde es dennoch noch einmal leicht wackelig. Nach Bakers Korb zum 62:48 (33.) kam Eimsbüttel wieder heran. Grünberg stabilisierte sich aber rechtzeitig: Kohl traf zum 66:56 (36.), Adaszewska stellte auf 70:60 (37.) und wenig später per Fastbreak auf 72:60 (37.). Auch als Paula Alvarez Llorian, die am Ende 27 Punkte erzielte, das Hamburger Team auf 65:72 (38.) heranbrachte, blieb Grünberg vorn. Der letzte ETV-Dreier änderte am 75:70-Sieg der Grünbergerinnen nichts mehr.

„Am Ende war es noch einmal etwas holprig, aber es ist gut gegangen. Da hat auch etwas Glück dazu beigetragen“, bilanzierte Unger. Entscheidend sei zudem gewesen, dass sich sein Team „diesmal gar nicht mit den Schiedsrichtern beschäftigt“ habe. Nach drei Niederlagen gegen den ETV in dieser Saison, die Hauptrundenpartien inbegriffen, hatten die Baskets damit ausgerechnet im wichtigsten Duell die Nase vorn.

Grünberg: Kohl (27/1), Baker (22/2), Adaszewska (13/1), Lückenotte (7/1), E. Kramer (3/1), Seegräber (1), Drescher (1), Quapil (1), Popp, Schlebusch, P. Kramer.

Quelle: Gießener Allgemeine

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