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2. Bundesliga Nord

Leverkusen eine Nummer zu groß

verfasst von gruenberg@dbbl.de

Basketball: Grünberger Zweitliga-Damen mit 47:94 unterlegen – „Krasser Unterschied“

Eine klare Heimpleite gegen den Tabellenzweiten in der 2. Damen-Basketball-Bundesliga (Nord) setzte es am Sonntagnachmittag für die Bender Baskets Grünberg. Gegen Erstligaabsteiger Wings Leverkusen gerieten die Gallusstädterinnen um Headcoach Patrick Unger mit 47:94 (23:53) in den Räder und verharren somit auf dem vorletzten Rang im Klassement.

Von Beginn an diktierte Leverkusen das Geschehen. Die Gäste legten einen 12:0-Start (4.) hin, ehe Grünberg durch Tonisha Baker und Centerin Charlotte Kohl erstmals zählbar auf dem Board stand. Die Wings trafen hochprozentig aus der Zone und von außen, zwangen die Heimmannschaft mit aggressiver Verteidigung früh zu Ballverlusten und lagen nach zehn Minuten bereits mit 28:8 vorne.

Auch im zweiten Abschnitt setzte sich das Bild fort: Leverkusen rotierte durch, ohne an Qualität zu verlieren. Immer wieder rollten Schnellangriffe auf den Grünberger Korb, davor wurde der Absteiger konsequent über die starken Innenspielerinnen an. Die Baskets waren zwar offensiv etwas präsenter, fanden durch Emma Kramer, Frieda Schlebusch und Katharina Quapil bessere Abschlüsse, konnten den Rückstand aber nicht entscheidend drücken. Zur Halbzeit stand ein 23:53-Zwischenstand (20.) auf der Anzeigetafel.

„Heute, das war einfach spielerisch ein krasser Unterschied“, brachte Patrick Unger die Kräfteverhältnisse auf den Punkt. Trotzdem gefiel dem Coach, dass sein junges Team nicht aufgab. Im dritten Viertel verteidigten die Baskets phasenweise beherzt, kämpften sich über einzelne Stops und Schnellangriffe kurzzeitig etwas heran, leisteten sich aber immer wieder einfache Ballverluste. Leverkusen nutzte diese gnadenlos und baute den Vorsprung vor dem Schlussabschnitt auf 76:33 (30.) aus eigener Sicht aus.

Im letzten Viertel betrieben die Grünbergerinnen Ergebniskosmetik. Mit 14 erzielten Punkten war das offensiv beste Viertel der Korbjägerinnen aus der Gallusstadt, doch Leverkusen blieb mit tiefer Bank, hoher Trefferquote (51,5 Prozent aus dem Feld) und 24 Assists weiter dominant und schraubte das Ergebnis am Ende auf 94 Zähler. Insgesamt leistete sich Grünberg 34 Ballverluste – zu viel, um gegen einen Gegner dieser Klasse konkurrenzfähig zu sein.

Unger wollte seiner Mannschaft dennoch keinen Vorwurf machen: „Ich habe ja von Anfang an gesagt: Wir wollen im Dezember einen bestimmten Punkt erreicht haben. Und muss mir ganz ehrlich sagen, da sind wir noch hinten dran. Wir zeigen aber die richtige Einstellung. Manchmal reicht’s halt einfach nicht, so wie heute.“

Entscheidend sei, aus solchen Spielen zu lernen. Mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf hofft der Coach, dass seine junge Truppe die gestrige Haltung mit in die direkten Tabellenkeller-Duelle nimmt, in denen die Punkte deutlich eher im Bereich des Möglichen liegen als gegen einen Aufstiegsfavoriten wie die Wings.

Bender Baskets Grünberg: Baker (11/1), Kramer (7/1), Schlebusch (7/1), Quapil (7), Lücknotte (5/1), Popp (4), Kohl (4), Gerber (2), Seegräber, Cimmermann, Drescher, Graf.

Quelle: Gießener Allgemeine

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