Fortschritte – aber weiter kein Sieg
2. Basketball-Bundesliga: Grünberg gegen Göttingen individuell unterlegen
Das erwartete schwere Heimspiel gegen den noch ungeschlagenen Tabellenführer der 2. Damen-Basketball-Bundesliga Nord wurde für die Bender Baskets Grünberg am Sonntagnachmittag zur klaren Angelegenheit. Die Gallusstädterinnen, die weiterhin auf ihren ersten Saisonsieg warten, mussten sich den BG Veilchen Ladies Göttingen mit 50:75 (26:37) geschlagen geben. Gegen den letztjährigen Erstligisten, der sich aus wirtschaftlichen Gründen in die Zweite Liga zurückgezogen hatte, zeigte Grünberg zwar Kampfgeist, konnte die individuelle Klasse des Favoriten aber letztlich nicht kontern.
„Wir haben gefightet und phasenweise auch gut mitgespielt“, meinte Trainer Tim Michel, der den verhinderten Headcoach Patrick Unger vertrat. „Am Ende muss man fairerweise auch sagen, es war einfach die Qualität, die den Unterschied gemacht hat. Mit 25 Punkten Unterschied haben wir uns etwas unter Wert verkauft – 15 Punkte wären auch okay gewesen.“
Überragende Alice Bremer
Die Grünbergerinnen starteten engagiert, hielten das erste Viertel mit 18:21 (10.) noch offen und verteidigten mit hohem Einsatz. Im zweiten Abschnitt setzte sich der Primus aus Niedersachsen dank starkem Teamplay, aggressiver Defense und besserer Wurfquote zunehmend ab. Zur Halbzeit lagen die Gäste bereits mit 37:26 (20.) vorn. Besonders die beiden US-Amerikanerinnen Sophia und Lillian Phillips sowie die portugiesische Spielmacherin Ana Teresa Leal Faustino setzten immer wieder Akzente im Spiel der Veilchen Ladies.
Nach dem Seitenwechsel blieb Grünberg zwar bemüht, doch die Gäste bauten ihren Vorsprung konsequent aus. Das dritte Viertel (16:26) entschied Göttingen deutlich für sich, angetrieben von der überragenden Alice Bremer (16 Punkte, 11 Rebounds). Auch die Freiwurfstärke der Veilchen trug dazu bei, dass Grünberg den Rückstand nicht mehr verkürzen konnte.
Trotz der deutlichen Niederlage wollte Michel die Leistung seiner Mannschaft positiv einordnen: „Es war ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn wir auf dem Intensitätslevel weiter trainieren und weitermachen, dann sind wir, denke ich, auf dem richtigen Weg.“ Besonders in der Verteidigung habe man Fortschritte gemacht, auch wenn die hohe Zahl an Ballverlusten (35) den Spielfluss erheblich hemmte.
Kellerduell am nächsten Wochenende
Beste Werferin der Gastgeberinnen war Katharina Quapil mit elf Punkten, gefolgt von Charlotte Kohl (9) und Hanna Adaszewska (9, 8 Rebounds).
Für die Bender Baskets bleibt die Hoffnung auf einen Sieg am kommenden Wochenende. Dann steht am Samstag beim ebenso sieglosen Hürther BC das Kellerduell an.
Bender Baskets Grünberg:
Quapil (11), Kohl (9), Adaszewska (9), Schlebusch (6/2), E. Kramer (4), Drescher (4), Graf (2), Seegräber (2), T. Baker (3), L. Popp, P. Kramer, Bubel.
Quelle: Gießener Allgemeine