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2. Bundesliga Nord

Einbruch nach der Pause

verfasst von gruenberg@dbbl.de

Basketball: Grünbergerinnen in Lichterfelde beim 51:83 chancenlos

Die zuletzt formstarken Bender Baskets Grünberg haben in der 2. Damen-Basketball-Bundesliga (Nord) einen deutlichen Dämpfer hinnehmen müssen. Beim TuS Lichterfelde unterlagen die Gallusstädterinnen nach einem Einbruch in der zweiten Halbzeit klar mit 51:83, obwohl sie zur Pause noch knapp in Führung gelegen hatten.

TuS Lichterfelde – Bender Baskets Grünberg 83:51 (36:37): Grünberg erwischte einen schwachen Start. Lichterfelde bestimmte früh das Geschehen, setzte defensiv Akzente und zog im ersten Viertel nach einem 12:1-Vorteil nach fünf Minuten auf 21:12 (10) davon. Auch danach fanden die Baskets zunächst nur schwer in die Partie. „Ehrlicherweise waren wir auch in der ersten Hälfte nicht wirklich gut“, ordnete Co-Trainer Tim Michel ein, der Cheftrainer Patrick Unger vertrat, der mit der luxemburgischen Nationalmannschaft unterwegs war.

Im zweiten Viertel steigerte sich Grünberg jedoch spürbar. Mit mehr Struktur im Angriff und besserer Abstimmung in der Defensive kämpften sich die Gäste zurück (22:25, 14.). Nach einem zwischenzeitlich wiedergekehrten Rückstand von acht Punkten (22:30, 15.), gelang es den Baskets, das Spiel zu drehen und mit einer knappen 37:36-Führung (20.) in die Halbzeit zu gehen. „Im zweiten Viertel hatten wir kurz das Gefühl, wir fangen uns wieder“, so Michel.

Nach dem Seitenwechsel riss der Faden allerdings komplett. Lichterfelde erhöhte die Intensität, während Grünberg offensiv kaum noch Lösungen fand. Ein 6:22 im dritten Viertel sorgte früh für klare Verhältnisse. Beim Stand von 42:59 (30.) zu Beginn des Schlussakts war die Partie praktisch entschieden. „Wir sind mit der Aggressivität von Berlin nicht klargekommen“, erklärte Michel. Zudem habe er von außen nicht die richtigen Impulse setzen können, „um dem Team mehr Sicherheit zu geben“, vermutlich habe auch die lange Anreise in die Hauptstadt ihr Übriges getan.

Auch im Schlussabschnitt blieb das Bild unverändert. Lichterfelde nutzte Ballverluste der Baskets konsequent aus und baute den Vorsprung weiter aus (83:51). Insgesamt leistete sich Grünberg 23 Turnovers und kam offensiv nach der Pause nur noch selten zu guten Abschlüssen. „Es kamen einfach viele Dinge zusammen, die nicht gepasst haben“, fasste Michel zusammen.

Beste Werferin der Baskets war Tonisha Baker mit 17 Punkten. Dahinter blieb die Offensive insgesamt unter den eigenen Möglichkeiten, keine weitere Akteurin der Gallusstädterinnen durchbrach ansonsten die Zehn-Punkte-Marke. Für Lichterfelde, das unter anderem von außen einen Sahnetag erwischte (Dreier-Quote: 50 Prozent, 11/22), glänzte der erst 18-jährige Shooting-Guard Youngster Greta Scholle (23 Punkte). Nach zuvor fünf Siegen aus sechs Spielen war die klare Niederlage ein Rückschritt aus Grünberger Sicht, der vor allem durch die schwache zweite Halbzeit erklärt werden muss. Bereits am kommenden Samstag geht es für die Bender Baskets mit dem nächsten Heimauftritt weiter. Gegner wird dann der Rangfünfte VfL Astro-Ladies Bochum sein.

Bender Baskets Grünberg: Baker (17/1), Luckenotte (9/3), Kramer (9/2), Graf (6), Kohl (6), Drescher (2), Adaszewska (1), Popp (1), Seegräber, Schlebusch, Quapil, Geißler.

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