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2. Bundesliga Nord

Ein Sieg mit Signalwirkung

verfasst von gruenberg@dbbl.de

2. Liga: Grünbergerinnen setzen sich in Rotenburg nach starker Teamleistung mit 55:41 durch

„Big Points“ für die Korbjägerinnen der Bender Baskets Grünberg: Im Kellerduell der 2. Basketball-Bundesliga Nord der Frauen setzte sich das Team von Headcoach Patrick Unger bei den Hurricanes Rotenburg/Scheeßel mit 55:41 (24:22) durch. Es war erst der zweite Saisonerfolg im elften Pflichtspiel – aber einer mit Signalwirkung im Abstiegskampf.

Dabei verlief der Start alles andere als optimal. Rotenburg nutzte frühe Ballverluste der Grünbergerinnen und lag nach wenigen Minuten zweistellig vorn (15:2, 6.). Unger blieb ruhig und sah, wie sein Team Schritt für Schritt zurückfand. „Schwacher Start, aber was ich gut fand ist, dass wir uns auch ohne Auszeit zurückgekämpft haben“, bilanzierte der Coach später.

Tatsächlich drehten die Baskets Mitte des ersten Viertels mit aggressiver Verteidigung und viel Einsatz das Momentum und verkürzten bis auf 11:19 (10.). Im zweiten Abschnitt entwickelte sich ein zähes Spiel mit wenig Rhythmus. Grünberg blieb defensiv konsequent, zwang die Hurricanes immer wieder zu schwierigen Abschlüssen und arbeitete sich Punkt für Punkt heran. Insgesamt wurden der Heimmannschaft in diesem Quarter lediglich drei schmale Zähler gewährt. Ein kleiner Lauf kurz vor der Pause brachte die Gallusstädterinnen in Führung – zur Halbzeit lag Grünberg knapp mit 24:22 (20.) vorn.

„Wir haben Mitte des ersten Viertels das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Defensiv wie offensiv haben wir fast alles bekommen, was wir wollten“, so Unger. Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Baskets zunehmend die Kontrolle. Während Rotenburg im dritten Viertel wiederum nur sechs Punkte erzielte, spielte Grünberg geduldig, dominierte die Rebounds und setzte immer wieder Nadelstiche. Besonders auffällig: das geschlossene Auftreten. „Das Kollektiv hat heute dominiert. Es hat niemand herausgestochen“, betonte Unger – und genau darin lag die Stärke seines Teams. Mit einem 14:6-Abschnitt zogen die Grünbergerinnen auf 38:28 (30.) davon.

Im Schlussviertel versuchten die Hurricanes noch einmal alles und stellten früh auf Zonenverteidigung um. Doch die Gallusstädterinnen blieben ruhig, fanden Lösungen, attackierten die Zone konsequent und ließen defensiv kaum noch etwas zu. Mit einem 17:13-Viertel machte der mittelhessische Tabellenvorletzte den Sack zu. Dass am Ende nur 55 eigene Punkte auf der Anzeigetafel standen, störte Unger kein bisschen: „Das, woran wir in den letzten drei, vier Wochen gearbeitet haben – die simplen Dinge – wurde perfekt umgesetzt.“ Statistisch unterstrich die Partie den Charakter des Erfolgs: Grünberg gewann das Rebound-Duell deutlich (45:36) und hielt Rotenburg bei schwachen Wurfquoten aus dem Feld (22 Prozent), sodass Unger bilanzierte: „Ich bin heute superstolz auf dieses Team.“

Grünberg: Seegräber (9), Schlebusch (9/3), Kohl (10), Lückenotte (8/2), Quapil (6), Popp (4), Kramer (5/1), Graf (2), Adaszevska (2), Drescher, Gerber. cfn

Quelle: Gießener Allgemeine

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