Deutliches Plus unter den Körben
2. Damen-Basketball-Bundesliga: Grünberg schlägt TSV Wasserburg – Wichtiger Lauf im zweiten Viertel
Der erste Arbeitstag in der neuen Saison 2026/27 in der 2. Damen-Basketball-Bundesliga Süd ist für die Bender Baskets Grünberg geglückt. Vor heimischer Kulisse setzte sich die Mannschaft von Trainer Tim Michel am Sonntag nach einer über weite Strecken überzeugenden Vorstellung mit 71:56 (41:32) gegen den TSV Wasserburg durch. Vor allem im zweiten und dritten Viertel übernahmen die Gallusstädterinnen die Kontrolle und legten damit den Grundstein für den verdienten Auftakterfolg.
Dabei gehörte der bessere Start zunächst den Gästen. Wasserburg führte früh mit 4:0, ehe Katharina Quapil per Dreier und von der Freiwurflinie die ersten Grünberger Punkte setzte und ihren Farben die erste Führung (5:4, 4.) bescherte. Tonisha Baker erhöhte auf 7:4, doch Wasserburg drehte die Partie bis zum Ende des ersten Viertels noch auf 20:17. „Wir haben ein bisschen gebraucht, um ins Spiel reinzukommen“, bilanzierte Michel.
Im zweiten Abschnitt fanden die Gastgeberinnen deutlich besser in ihren Rhythmus. Wasserburg lag nach gut vier Minuten zwar nochmals mit 30:26 vorne, anschließend kippte die Partie aber. Charlotte Kohl verkürzte, wenig später stand es 30:30, ehe ein Freiwurf von Kohl Grünberg beim 31:30 (16.) wieder in Führung brachte. Frieda Schlebusch erhöhte von der Freiwurflinie, sechs Sekunden vor der Pause traf Paula Kohl schließlich mit einem Dreier aus dem Mittelkreis zum 41:32. Die Bender Baskets hatten damit einen 15:2-Lauf gekrönt.
Ungefährdeter Sieg trotz Unsicherheiten
Nach dem Seitenwechsel blieb Grünberg am Drücker. Beim 52:34 (24.) war der Vorsprung erstmals auf 18 Punkte angewachsen, Phebe Kramer erhöhte wenig später auf 54:34. Baker legte zum 56:37 nach, nach drei Vierteln stand ein komfortables 60:41 (30.) auf der Anzeigetafel.
Ganz ohne Arbeitsauftrag blieb der Saisonauftakt aber nicht. Gegen die Zonenverteidigung habe sein Team zeitweise etwas gebraucht, um die richtigen Lösungen zu finden. Auch gegen Ganzfelddruck seien noch Unsicherheiten sichtbar geworden. „Dann haben wir manchmal ein bisschen Fragezeichen in den Augen und werfen Bälle weg, weil wir meinen, wir müssten etwas ganz Besonderes machen, anstatt einfach weiter Basketball zu spielen“, so Michel.
Im Schlussviertel gewann Wasserburg noch einmal mit 15:11. Gefährlich wurde es für Grünberg aber nicht mehr. „Hinten raus sind wir ein bisschen nachlässig geworden. Wenn du zu den Top vier oder fünf Mannschaften gehören möchtest, die um die Playoffs mitspielen, dann musst du 40 Minuten konzentriert Basketball spielen und nicht nur 25“, betonte er.
Ein deutliches Plus hatten die Baskets unter den Körben. Grünberg gewann das Reboundduell mit 50:36, darunter zwölf Offensivrebounds. Die Arbeit verteilte sich auf viele Schultern: Paula Kohl sowie Charlotte Kohl sowie Emma Kramer kamen jeweils auf sechs Rebounds, Baker und Quapil auf je fünf. „Das ist eine unserer Stärken in diesem Jahr. Wir sind ein sehr großes Team“, erklärte Michel, der lobend ergänzte: „In der Summe war es ehrlicherweise ein sehr gutes Spiel für uns.“
Grünberg: C. Kohl (19/1), Baker (16/1), P. Kohl (9/1), Quapil (8/2), P. Kramer (6), E. Kramer (5/1), Schlebusch (4), Hedrich (4), Seegräber, Speda.
Quelle: Gießener Allgemeine