Brankovic-Team in den Playdowns
(cnf). Die vielleicht schmerzhafteste Saisonniederlage in der 2. Basketball-Damen-Bundesliga setzte es für die Bender Baskets Grünberg am Sonntag. Bei Eintracht Braunschweig Lion-Pride, einem bis dato wichtigen Rivalen im Ringen um die Playoff-Teilnahme, ließen sich die Gallusstädterinnendie Butter noch vom Brot nehmen. Mit 65:62 (27:36) gewannen am Ende die Gastgeberinnen – die Grünberger Endrunden-Träume sind damit am vorletzten Spieltag ausgeträumt.
Stattdessen wird sich das Team von Headcoach Danijel Brankovic nun auf die Playdowns einstellen müssen.
Grünberg startete mit Vollgas: Bereits nach drei Minuten führten die Gäste mit 15:4. Baskets-Schlüsselspielerin Marianna Byvatov dominierte früh, während Braunschweig ins Straucheln geriet. Die Heimmannschaft berappelte sich aber noch vor der ersten Viertelpause dank eines 6:0-Runs (10:15, 10.).
Bis zur Halbzeit bauten die Grünbergerinnen, denen einige Korbleger glückten, den Vorsprung auf 36:27 (20.) aus, nachdem Braunschweig zwischenzeitlich sogar mal die Führung übernommen hatte (26:22, 14.). Doch im dritten Viertel (15:13) kippte das Spiel allmählich: Die Gäste verloren ihre Treffsicherheit und ließen Braunschweigs Leistungsträgerin Harriet Swindells (14 Punkte, 4/8 Dreier) immer mehr zum Zug kommen (42:49, 30.). Zwei ihrer Dreier in der Schlussphase leiteten die Wende ein, sodass die Gäste, denen in den finalen drei Minuten ein 11:0-Lauf glückte, ihren Vorteil 88 Sekunden erstmals wieder aus den Händen geben mussten (64:62, 39.).
Headcoach Danijel Brankovic zeigte sich nach der Partie kämpferisch, aber selbstkritisch: »Wir waren von der ersten Sekunde an das bessere Team, haben lange zwischen acht und zehn Punkten geführt. Im letzten Viertel waren wir dann zweimal unachtsam und haben die beste Spielerin, Swindells, aus den Augen gelassen.«
Die Zahlen spiegeln die Ambivalenz wider: Grünberg war bei Zweipunktewürfen mit 43,3 Prozent (13/30) effektiver als Braunschweig (40,5), doch die Dreierquote von 24,2 Prozent (8/33) erwies sich diesmal als problematisch. Zwar kam Braunschweig aus der Distanz ebenfalls nur auf 22,7 Prozent – unternahm aber von hier aus insgesamt elf Versuche weniger.
Byvatov glänzte für die Bender Baskets mit 29 Punkten und 13 Rebounds. Ansonsten brachte es aber nur noch ihre Mannschaftskollegin Samantha Coleman auf einen zweistelligen Wert (16 Punkte). »Meinem Team null Vorwürfe, sie haben super gekämpft und gespielt. Einsatz, Wille und Kampfgeist waren da, gute Stimmung – alles. Am Schluss waren es dann zwei kleine Blackouts in der Defensive«, betonte Brankovic. Aufseiten der Siegerin ragte neben Swindells auch Emma Rae Fee heraus (11 Punkte, 9 Rebounds).
Mit dieser Auswärtsniederlage rutschen die Bender Baskets auf den vorletzten Rang der Tabelle und müssen sich mental auf den Abstiegskampf der Playdowns vorbereiten.
Grünberg: Byvatov (29/4), Coleman (16/2), Graf (6/2), Baker (4), Schlebusch (2), Popp (1), Kohl (4), Arnheiter, Jacob, Quapil, Eulering.
Quelle: Gießener Allgemeine