Aus dem Knick herausgespielt
2. Basketball-Bundesliga: Grünberg-Frauen schlagen Braunschweig mit 77:60 – Bei Rebounds überlegen
Wichtiger Heimsieg für die Bender Baskets Grünberg in der 2. Damen-Basketball-Bundesliga (Nord): Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie setzten sich die Gallusstädterinnen am Sonntag in der Sporthalle der Theo-Koch-Schule mit 77:60 (45:25) gegen den Vorletzten Eintracht Braunschweig LionPride durch. Damit bleiben die Mittelhessinnen im Rennen um den Anschluss an das sichere Tabellenmittelfeld und belegen Rang zehn.
Dabei erwischten die Gastgeberinnen einen ordentlichen Start in die Partie (14:8, 6.). Grünberg trat von Beginn an fokussiert auf, kontrollierte das Tempo und dominierte vor allem unter den Brettern. Das spiegelte sich auch schnell auf der Anzeigetafel wider: Nach einem starken ersten Viertel führten die Baskets bereits mit 25:15 (10.). Auch im darauffolgenden Abschnitt hielten die Hausherrinnen den Druck hoch, verteidigten konsequent und kamen offensiv immer wieder zu guten Abschlüssen. Mit einer 20:10-Dominanz im zweiten Viertel bauten die Gallusstädterinnen ihren Vorsprung bis zur Pause auf ein komfortables 45:25 aus.
„Wir sind gut gestartet und waren sehr fokussiert. Gerade unter den Brettern haben wir dominiert und im Grunde das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte Co-Trainer Tim Michel, der Grünbergs Headcoach Patrick Unger vertrat. Unger ist aktuell als Nationaltrainer der luxemburgischen Frauen-Nationalmannschaft im Einsatz.
Gegnerinnen stellen ihre Taktik um
Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gäste aus Niedersachsen noch einmal, das Spiel zu drehen. Braunschweig stellte taktisch um und kam dadurch besser in die Partie. Die Gallusstädterinnen benötigten einige Minuten, um sich darauf einzustellen – prompt verkürzte LionPride, das zwischenzeitlich mit 23 Punkten hinten gelegen hatte (49:26, 23.), auf nur noch 45:57 (30.). „Wir haben uns nach und nach darauf eingestellt und wieder Lösungen gefunden“, erklärte Michel.
Im Schlussabschnitt fanden die Bender Baskets dann endgültig zu ihrer Linie zurück. Mit aggressiver Verteidigung, klaren Reboundvorteilen und strukturierten Angriffen kontrollierten die Gastgeberinnen das Geschehen. Besonders in der Zone blieb Grünberg überlegen und sammelte 19 Offensivrebounds. Gleichzeitig erlaubten sich die Baskets kaum Schwächephasen und entschieden auch das vierte Viertel mit 18:11 für sich.
„Wir haben uns aus unserem kleinen Knick wieder herausgespielt. Ich bin stolz auf die Mädels, dass sie das so gut gelöst haben“, sagte Michel nach der Partie, analysierte aber auch mit Bedacht: „Am Ende war der Sieg klarer, als es zwischenzeitlich vielleicht ausgesehen hat.“
Beste Werferinnen bei den Grünbergerinnen waren Lena Graf (16 Punkte) sowie Emma Kramer (15). Ein starkes Double-Double legten Marianna Byvatov (13 Punkte, 12 Rebounds) und Charlotte Kohl (14 Punkte, 12 Rebounds) auf.
Weiter geht es für die Bender Baskets bereits am kommenden Samstag mit einer schweren Auswärtsaufgabe: Dann gastieren die Grünbergerinnen bei den zweitplatzierten Wings Leverkusen.
Bender Baskets Grünberg: Graf (16/2), Kramer (15/3), Byvatov (13), Kohl (14), Popp (5), Baker (4), Quapil (4), Schlebusch (3), Seegräber (3/1), Drescher, Adaszewska.
Quelle: Gießener Allgemeine