Ein ganz harter Kampf in Stuttgart

Das war der achte Streich! Nach hartem Kampf siegten die BasCats USC Heidelberg mit 65:55 beim MTV Stuttgart und untermauerten mit dem achten Sieg in Folge den dritten Tabellenplatz.

Die Stuttgarterinnen hatten das Hinspiel sehr hoch mit 48:86 verloren und sannen ganz offensichtlich auf Wiedergutmachung. Das merkte man von der ersten Sekunde an. Dennoch hatten die BasCats den besseren Start und gingen 7:2 in Führung. Sanata-Lea Ouedraogo besorgte nach gut einer Minute mit einem Dreier die ersten Punkte der Partie. Durch die starke Aleksandra Rikanovic und durch Salma El-Haiwan gerieten die Heidelbergerinnen in Rückstand. Ursächlich waren gleich sieben Ballverluste im ersten Viertel.

Es blieb auch im zweiten Viertel ein enges, hart umkämpftes Spiel. Die Führung wechselte mehrfach hin und her. Zwar kamen die BasCats etwas heran, lagen jedoch zur Halbzeit immer noch mit zwei Punkten zurück.

Im dritten Viertel war es vor allem Sanata-Lea Ouedraogo mit sechs Punkten, die dafür sorgte, dass der Tabellendritte knapp in Führung ging. Mit 18 Punkten und neun Rebounds – davon fünf im letzten Viertel – war sie die beste Spielerin der BasCats. Auch Miriam Diala gefiel mit ihrer Präsenz unter dem Korb. Sie kam auf zwölf Punkte, neun Rebounds und fünf Vorlagen. „Sie musste sich jeden ihrer neun Rebounds ganz hart erarbeiten“, sagte Trainer Sebastian Nörber.

Mit 46:44 für Heidelberg ging es ins letzte Viertel. Nachdem Rikanovic mit zwei Freiwürfen noch einmal ausgleichen konnte (48:48), starteten die BasCats einen 10:0-Lauf, aber Stuttgart konterte mit einem 7:0. Mit einem Distanztreffer sorgte Michala Palenickova knapp zwei Minuten vor dem Ende für Entspannung, Miriam Diala und Carla Bieg Salazar machten den Sack zu.

Statistik (Stuttgart/BasCats)

Dreierquote: 22:24% (5/23:4/17)

Zweierquote: 26:43%

Freiwurfquote: 72:79%

Rebounds: 29:33 (Williams 7, Krstanovic 5, Rikanovic 4, Stamenkovic 4 – Diala 9, Ouedraogo 9, Linder 4)

Assists 7:3 (Diala 5)

Turnover 16:17

Stenogramm: 2:7 (3.), 14:9 (8.), 18:13 (10.), 20:13 (11.), 20:21 (15.), 30:28 (Halbzeit), 30:34 (23.), 37:36 (24.), 37:42 (25.), 44:46 (30.), 48:48 (32.), 48:58 (35.), 55:58 (37.), 55:65 (Endstand).

Stuttgart: Rikanovic 15, Groth 11, Williams 6, El-Hawain 6, Schlipf 6, Krstanovic 5, Stamenkovic 4, Krüger 2, Emanga-Noupoué.

BasCats: Ouedraogo 18/2, Diala 12, Bieg Salazar 8, Simon 7, Linder 7/1, Palenickova 5/1, Wroblewski 4, Steins 4, Karavassilis.

Stimmen zum Spiel:

 

Trainer Sebastian Nörber: „Stuttgart wollte sich nach dem Hinspiel selbst etwas beweisen und ist mit viel Selbstvertrauen angetreten. Es war eine sehr physische Partie nach einer schwierigen Trainingswoche. Wir konnten nicht einmal 5 gegen 5 spielen. Nach Helena Nägele ist dann auch noch Laurie Irthum ausgefallen. Stuttgarts Aufbauspielerin Williams hatten wir wieder gut unter Kontrolle und haben sie bei sechs Punkten gehalten. Es war ein typischer Arbeitssieg mit ganz viel Willenskraft und Mentalität.“

Helena Linder: „Wir mussten wirklich hart kämpfen. Es war durchweg ein knappes Spiel und sehr physisch. Wenn wir im Rebound dominiert haben, dann waren wir auch effektiv. Vier Distanztreffer sind nicht so gut, aber ich denke wir haben mit Recht gewonnen, weil wir als Team zusammengeblieben sind.“

Michael Rappe

Beitragsbild:Sanata-Lea Ouedraogo (hier beim Hinspiel) überzeugte in Stuttgart mit 18 Punkten und neun Rebounds. Foto: Andreas Gieser