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Bildung neben dem Court: Das sind die beiden Stipendiatinnen

verfasst von Toyota DBBL - Ramona Neohoridis

Franziska Schulz und Lilly Rüße erhalten die ersten Stipendien von Toyota DBBL und IST-Hochschule für Management. Zwei junge Frauen, zwei Ligen, ein gemeinsamer Anspruch: alles geben – auf dem Feld und daneben.

Als wir im Juli die Bildungspartnerschaft mit der IST-Hochschule vorgestellt haben, stand dahinter vor allem ein Gedanke: Wer Woche für Woche alles investiert, soll auch für die Zeit neben und nach dem Sport echte Perspektiven bekommen. Seit heute hat dieser Gedanke zwei Gesichter.

Franziska Schulz und Lilly Rüße erhalten die beiden Stipendien, die die Toyota DBBL und die IST-Hochschule gemeinsam vergeben – je eines pro Liga. Die Auswahl ist uns nicht leichtgefallen: Es gab mehr starke Bewerbungen, als wir Stipendien vergeben konnten.

Lilly Rüße im Trikot der Girolive Panthers Osnabrück
Lilly Rüße · 1. DBBL
1. DBBL

Lilly Rüße: vom Traum mit 14 zur Trainerin der Nächsten

Sportbusiness Management, dual

Mit 14 hatte Lilly Rüße einen ziemlich klaren Traum: professionell Basketball spielen. Die Jahre in der U15- und U16-Nationalmannschaft haben diesen Traum nicht nur genährt, sondern ihm eine Richtung gegeben. Nach einem Freiwilligendienst beim Osnabrücker Sportclub steht sie heute im Kader der 1. DBBL – und geht ab dieser Saison in ihr zweites Jahr auf diesem Niveau.

Was sie für ein Stipendium prädestiniert, passiert allerdings meistens dann, wenn die Halle leer ist. Lilly organisiert Basketball-Camps, koordiniert Spieltage und Turniere, kümmert sich um den Social-Media-Auftritt ihres Vereins – und steht als hauptverantwortliche Trainerin bei einer weiblichen U14 an der Seitenlinie. Sie gibt weiter, was ihr selbst einmal geholfen hat.

„Vereinbarte Aufgaben erledigt sie stets sorgfältig, termingerecht und eigenständig“, schreiben Geschäftsführer Sascha Bartsch und Fiona Stahl aus der Sportlichen Leitung in ihrem Empfehlungsschreiben.

Viele junge Sportlerinnen und Sportler im Verein sehen in ihr das Beispiel dafür, dass akademische Ausbildung und ambitionierter Leistungssport zusammengehen. Genau das studiert sie jetzt auch: Sportbusiness Management, dual, mit dem Ziel, Vereine und Strukturen im Nachwuchs- und Frauenleistungssport nachhaltig weiterzuentwickeln.

Franziska Schulz mit Basketball
Franziska Schulz · 2. DBBL Süd
2. DBBL Süd

Franziska Schulz: fünf Sprachen, ein Sport

B.A. Sportwissenschaft und Training

Franziska Schulz ist in Irland aufgewachsen und spricht fließend Deutsch, Englisch und Russisch. Französisch kam in der Schule dazu, Schwedisch hat sie sich selbst beigebracht, Spanisch steht als Nächstes auf der Liste. Ihr Abitur hat sie mit einem Schnitt von 1,4 abgeschlossen – neben dem Leistungssport.

Ab dieser Saison spielt sie für den TSV 1880 Wasserburg in der 2. DBBL Süd. Sie war Kapitänin ihrer alten Mannschaft, sie trainiert weibliche Jugend, und sie hat vor, zusätzlich den Schiedsrichter-Schein zu machen.

„Franziska Schulz lebt und liebt Basketball“, schreibt Abteilungsleiterin Dr. Sarah Bartholdt in ihrer Empfehlung – ein Satz, der in Bewerbungsunterlagen selten so unumwunden auftaucht.

Was sie antreibt, formuliert sie selbst ohne Umschweife: Sie möchte dazu beitragen, dass Frauen im Sport nicht nur sportlich erfolgreich sind, sondern auch zunehmend Verantwortung in organisatorischen und leitenden Positionen übernehmen. Für eine Liga, die genau daran arbeitet, ist das keine schlechte Bewerbungsgrundlage. An der IST-Hochschule wird Franziska zukünftig den Bachelorstudiengang Sportwissenschaft und Training belegen.

Zwei Wege, ein Ziel

Lilly und Franziska könnten unterschiedlicher kaum starten: die eine mitten in ihrer zweiten Erstliga-Saison im Norden, die andere am Anfang eines neuen Kapitels im Süden. Was sie verbindet, ist die Bereitschaft, sich neben dem Training noch einmal zusätzlich hinzusetzen – und die Überzeugung, dass Frauenbasketball Menschen braucht, die ihn nicht nur spielen, sondern auch gestalten.

„Leistungssport verlangt jungen Athletinnen enorm viel ab. Umso wichtiger ist es, ihnen gleichzeitig eine akademische Perspektive zu eröffnen, die sich mit ihrem Sport vereinbaren lässt und ihnen langfristige Karrierewege bietet. Mit Lilly und Franziska fördern wir zwei engagierte junge Spielerinnen, die schon heute zeigen, dass sie den Basketball nicht nur sportlich, sondern auch darüber hinaus mitgestalten wollen. Mit unseren flexiblen Bildungsangeboten möchten wir ihnen dafür die bestmöglichen Voraussetzungen bieten.“

Marcel Schuhmacher · Leiter Vertrieb und Marketing, Fachbereich Sport und Management der IST-Hochschule

„Franziska und Lilly stehen genau für das, was wir mit dieser Partnerschaft erreichen wollen. Beide bringen neben dem Sport schon heute Verantwortung mit – als Trainerinnen, als Organisatorinnen, als Vorbilder in ihren Vereinen. Wir wollten nicht die besten Zeugnisse fördern, sondern die Menschen, die etwas mit dieser Chance anfangen.“

Anton Hefele · Geschäftsführer der DBBL

Wir freuen uns darauf, die beiden auf diesem Weg zu begleiten.

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