Zu kurzer Atem in Jena
Nach der längsten Auswärtsfahrt des Jahres fällt das Fazit gemischt aus. Am Ende verlieren die Dillingen Diamonds mit 70:55 gegen den Aufsteiger aus der Regionalliga. Unter den Umständen jedoch ein respektables Ergebnis. So reiste man nur mit sechs Spielerinnen in das fünf Stunden entfernte Jena. Direkt nach 2 Minuten knickte zu allem Übel auch noch Topspielerin Myrielle Platte-Behnke um und musste sich zunächst verletzt selbst behandeln, ehe sie mit neu getapetem Sprunggelenk wieder am Spiel teilnahm. Trotz der engen Personalsituation, lange Anreise und dem unglücklichen Umknicken, machten die Diamonds ein gutes Spiel. In der ersten Halbzeit ging der Gameplan vollends auf und man führte verdient zur Halbzeit mit 29:27. Die Topspielerinnen des Gegners konnten bis dato in Schach gehalten werden und offensiv spielte man mutig auf. Sophie Holzmann war die überragende Spielerin in Viertel Nummer zwei, sie ging beherzt zum Brett und schloss souverän ab. Am Ende erzielte sie ein Season High mit zehn Punkten.
Im dritten Viertel kippte dann das Spiel zugunsten von Jena. Marta Miscenko konnte ihre physische Dominanz unter den Brettern ausspielen und erzielte allein im dritten Spielabschnitt zwölf ihrer am Ende 22 Punkte. Den entstandenen Rückstand konnte man selbst mit viel Kraftaufwand nicht mehr aufholen. Dafür war die Bank am Ende zu kurz. Als sich Myrielle Platte-Behnke auch noch ausfoulte, war das Spiel am Ende entschieden.
Alles in allem eine Leistung, auf der sich aufbauen lässt. Am kommenden Samstag ist der noch ungeschlagene Tabellenprimus aus Bad Homburg in der Sporthalle West zu Gast. Hochball ist am Samstag um 18:00 Uhr.
