Sieg für VIMODROM Baskets Jena am 6. DBBL-Spieltag in Stuttgart
Foto: Hannes Anger
Was für ein Drama am sechsten Spieltag der 2. DBBL Süd. In der aufgeheizten Atmosphäre der Stuttgarter Sporthalle West begegneten sich am Sonntagnachmittag Lou’s Foodtruck MTV Stuttgart und die VIMODROM Baskets Jena. Von Anfang an war zu spüren, dass beide Teams nach vorherigen Aufeinandertreffen, im Pokal, auf Revanche beziehungsweise Bestätigung aus waren. Die Zuschauer sahen ein Spiel, das nicht nur an Spannung kaum zu überbieten war, sondern auch von unfassbaren Einzelleistungen lebte.
Das erste Viertel verlief ausgeglichen, kein Team konnte sich absetzen, es war ein nervöser Start voller intensiver Verteidigungsaktionen. Jena erwischte in der Folge den besseren Rhythmus und schaffte es nach der Pause, das Tempo entscheidend zu beschleunigen. Besonders Marta Miscenko bestimmte das Geschehen unter den Körben. Sie pflückte einen Rebound nach dem anderen, vollendete kompromisslos in Korbnähe und war mit 18 Punkten und 14 Rebounds die herausragende Akteurin auf dem Feld. Ihr Blockspiel brachte die Gastgeberinnen oft zur Verzweiflung.
Doch auch auf Seiten der MTV Stuttgart gab es leuchtende Momente. Williams Chanell Arianna stemmte sich als Topscorerin mit 19 Punkten und 7 Rebounds gegen die drohende Niederlage. Immer wieder kurbelte sie das Offensivspiel an, kämpfte verbissen um jeden Ball. Neben ihr glänzte El-Haiwan Salma defensiv mit 6 Steals, sorgte mit schnellen Händen für energische Ballgewinne. Joanna Scheu setzte mit fünf Assists wichtige Impulse für ihre Mitspielerinnen.
Je länger die Partie dauerte, desto mehr übernahmen die Gäste aus Jena die Kontrolle. Ein entscheidender Faktor war die Dominanz bei den Rebounds: Satte 64 Abpraller gingen an die Thüringerinnen, davon 29 allein am offensiven Brett. Das erlaubte gleich 28 Second-Chance-Points – eine Statistik, die den Unterschied ausmachen sollte. Auch die Ausbeute von der Linie passte bei Jena mit 79 Prozent, in den hitzigen Phasen behielt das Team kühlen Kopf.
Das vierte Viertel wurde dann zum Nervenkrimi: Stuttgart kämpfte sich mit viel Herz heran, doch die Gäste ließen auch in hektischen Momenten nicht locker. Am Ende behielt Jena verdient die Oberhand mit 76:71. Die Partie bot alles, was das Basketballherz begehrt. Führungswechsel – neun an der Zahl – und sechs Ausgleichssituationen hielten die Spannung bis in die Schlusssekunden aufrecht.