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2. Bundesliga Süd

Lou’s Foodtruck MTV Stuttgart vor schwerer Pokal-Hürde in Wasserburg

verfasst von stuttgart@dbbl.de

In der zweiten Runde des DBBL-Pokals wartet auf den MTV Stuttgart ein echter Gradmesser: Am Sonntag (16:00 Uhr) gastiert das junge Team von Headcoach Cyril DaSilva beim TSV 1880 Wasserburg – einem der traditionsreichsten und erfolgreichsten Klubs im deutschen  Frauenbasketball.

Die Favoritenrolle liegt klar bei den Gastgeberinnen, die sich zur neuen Saison mit neuem Trainer und mehreren frischen Gesichtern und zudem zwei Importspielerinnen auf den Schlüsselpositionen verstärkt haben.

Doch der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze. Und für die Stuttgarterinnen ist das Duell mit dem Rekordmeister die perfekte Gelegenheit, um den Stand der eigenen Entwicklung zu testen. „Im Pokal gegen den TSV Wasserburg – auswärts, in ihrer Halle, und das ist traditionell keine einfache Aufgabe. Aber genau das macht’s spannend. Für uns ist es der perfekte Härtetest vor dem Ligastart“, sagt Stuttgarts Headcoach Cyril DaSilva.

Junge Wilde gegen erfahrene Hausherrinnen

Während Wasserburg mit breiter Brust und viel Erfahrung ins Heimspiel geht, bringt der MTV Stuttgart vor allem eines mit: Energie. Mit einem Kader, in dem viele junge Spielerinnen auf ihre Chance brennen, setzen die Gäste auf Mut, Tempo und Entwicklung.

„Die Liga insgesamt wirkt stärker, homogener. Das wird uns fordern – aber auch formen. Unsere junge Mannschaft bringt Energie, Mut und viel Lernbereitschaft mit – eine gute Basis, um über die Saison hinweg zu wachsen. Aber jetzt erstmal: voller Fokus auf den Pokal. Wasserburg hat sich verändert – neuer Coach, neue Gesichter. Heißt für uns: keine klaren Muster, keine alten Automatismen. Volle Konzentration ist gefragt“, so DaSilva weiter.

Starke Vorbereitung macht Hoffnung

Vier Wochen Vorbereitung liegen hinter dem MTV, darunter intensive Trainingseinheiten, Testspiele gegen Zweitligisten sowie ein Teambuilding-Wochenende in Frankreich. Die sportliche Basis stimmt – das Team hat Fortschritte gemacht, Verletzungen blieben bislang aus.

Vieles spricht für Wasserburg – doch Stuttgart will mutig dagegenhalten

Die Rollen vor dem Pokalspiel sind klar verteilt. Wasserburg gilt nicht nur historisch als Favorit, sondern auch aufgrund der strukturellen Tiefe des Kaders. Für Stuttgart hingegen geht es darum, sich zu behaupten, das eigene Spiel durchzubringen – und vielleicht den Favoriten zu überraschen – der Pokal ist und bleibt ein Wettbewerb für Überraschungen.

MTV Stuttgart: Neu im Kader – Fokus auf Talent und Präsenz unter dem Korb

Zur Saison 2025/26 hat sich beim MTV Stuttgart personell einiges getan – mit einem klaren Schwerpunkt: Noch mehr Jugend, noch mehr Entwicklungspotenzial, besonders im Bereich der Innenspielerinnen.

AbgängeZwei Leistungsträgerinnen haben den MTV verlassen:

Anastasia Schlipf (zu Rutronik Stars Keltern): Die schnelle Flügelspielerin war in der vergangenen Saison eine der Konstanten.

Jada Powell (Rückkehr in die USA): Die Forward-Spielerin brachte wichtige Athletik und Physis mit – nicht einfach zu ersetzen.

Dafür konnten die Verantwortlichen um Headcoach Cyril DaSilva vier spannende Neuzugänge präsentieren:

Selma Yesilova (von TKH Luchse Hannover): Die vielseitige Flügelspielerin bringt BBL-Erfahrung, Tempo und einen gefährlichen Dreier mit.

Lola Stamenkovic (von BasCats Heidelberg): Die talentierte Centerin soll unter dem Korb für Stabilität und Physis sorgen und den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung machen

Paula Armbrust (von Basket Ladies Ludwigsburg): Ein 18jähriges Talent mit viel Entwicklungsperspektive auf den Innen-Positionen.

Verana Soltau (von Keltern): Ebenfalls ein Rohdiamant für die Zonenarbeit – groß, beweglich, mit viel Potenzial und viel Erfahrung aus Jugendnationalteams.

Neben den Neuzugängen setzt der MTV verstärkt auf die Jugend: Sechs Spielerinnen aus dem WNBL-Kader (U18-Bundesliga) trainieren regelmäßig mit dem Zweitliga-Team und sollen an das Niveau der Toyota 2. DBBL herangeführt werden. Ziel ist es, den Talenten mittelfristig Einsatzzeiten auf hohem Niveau zu ermöglichen und die Durchlässigkeit im eigenen Programm weiter zu entwickeln.

Fact: Seit 2004 wurde der TSV 1880 Wasserburg elfmal Deutscher Meister und neunmal Pokalsieger – eine Erfolgsgeschichte, die im deutschen Basketball ihresgleichen sucht.

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