Lou’s Foodtruck MTV Stuttgart verliert Rebound-Schlacht
71:76 (20:21; 19:23; 23:14; 9:18) gegen Jena. Trotz großem Kampfgeist verpasst der MTV Stuttgart den dritten Saisonsieg – Jena nutzt seine Überlegenheit am Brett eiskalt aus.
Ein Duell auf Augenhöhe – ein Duell mit offenem Visier
In der stimmungsvollen Sporthalle West lieferten sich Lou’s Foodtruck MTV Stuttgart und die VIMODROM Baskets Jena ein intensives Duell, das an Spannung kaum zu überbieten war. Nach dem Pokal-Aufeinandertreffen war die Motivation auf beiden Seiten klar: Stuttgart wollte Revanche für das Pokal-Aus vor zwei Wochen nehmen.
Von Beginn an entwickelte sich ein temporeiches Spiel mit wechselnden Führungen. Nach einem ausgeglichenen ersten Abschnitt fanden die Gäste aus Thüringen nach der Pause besser ins Spiel. Marta Miscenko war unter dem Korb kaum zu stoppen – 17 Punkte und 14 Reboundsund große Präsenz machten sie zur dominierenden Figur des Abends. Cianna Gloster stand ihr mit 24 Punkten und 19 Rebounds kaum nach.
Williams führt MTV an – doch die Bretter entscheiden
Stuttgart hielt mit Leidenschaft dagegen. Chanell Arianna Williams glänzte als Topscorerin mit 19 Punkten, kämpfte um jeden Ball und trieb ihr Team immer wieder an. Salma El-Haiwansorgte mit 6 Steals für defensive Highlights, Selma Yesilova und Joanna Scheu setzten mit spielerische Akzente.
Doch am Ende entschieden nackte Zahlen: 64 Rebounds für Jena, darunter 29 am offensiven Brett, führten zu 28 Second-Chance-Points – zu viele, um das Spiel zu gewinnen. Nach neun Führungswechseln und sechs Ausgleichssituationen behielten die Gäste in den Schlussminuten den kühleren Kopf und siegten mit 76:71.
Headcoach Cyril Da Silva sprach nach der Partie Klartext:
„Das ist eine bittere Niederlage in unserer eigenen Halle. Wir haben vieles richtig gemacht, aber das Rebounding hat uns das Spiel gekostet. So kann man gegen Topteams nicht gewinnen.“
„Wir nehmen viel Positives mit – die Energie, die Verteidigung, die Einstellung –, aber uns fehlt die Konsequenz am Brett. Die Schlüssel waren Intensität, Fokus und Disziplin – leider haben wir diese im letzten Viertel verloren.“
Fazit
Trotz der Enttäuschung zeigte der MTV Stuttgart erneut, dass es mit den Topteams der Liga mithalten kann. Einsatz, Kampfgeist und Teamchemie stimmen – fehlt nur noch die physische Präsenz unterm Korb. Dann dürfte der nächste Sieg nicht lange auf sich warten lassen.
Am kommenden Wochenende ist spielfrei. Danach steht am 22.11. die lange Fahrt nach Dillingen an. Dort soll dann der nächste Sieg gelingen.