Lou’s Foodtruck MTV Stuttgart setzt Schlusspunkt: Heimsieg in intensivem Duell
Lou’s Foodtruck MTV Stuttgart verabschiedet sich mit einem verdienten 75:70-Erfolg gegen ein kampfstarkes Mainz aus der Saison. Die Viertelergebnisse (15:13; 24:27; 22:15; 14:15) belegen ein intensives, schnelles und bis in die Schlussphase spannendes Spiel – beste Werbung für den Basketball vor begeisterter Kulisse.
Personal
Die personelle Lage blieb angespannt: Ohne Lola Stamenkovic, Verena Soltau, Diana Ivancic sowie kurzfristig auch Salma El-Haiwan ging der MTV in die Partie. Wieder war Small Ball angesagt. Dennoch nutzte das junge Team seine Tiefe – U16-Spielerin Selin Bandirma sammelte erste Minuten, WNBL Spielerin Leticia Pereira Gnassingbe setzte weitere Akzente.
Erstmals dabei: Selin Bandirma
Verlauf
Die Partie begann temporeich, jedoch ließ Stuttgart zunächst einige einfache Abschlüsse liegen, wodurch Mainz im Spiel blieb. Die Gäste agierten mit hoher Intensität und großer Einsatzbereitschaft. Im zweiten Viertel fehlte dem MTV phasenweise die defensive Disziplin, was zu leichten Punkten für Mainz führte und zu einem Ein-Punkte-Rückstand zur Halbzeit führte. Insbesondere die Top-Scorerin der Liga Taylor Golembieski sowie Center Alina Dötsch waren sehr präsent und hielten die Gäste im Spiel.
Nach der Pause erhöhte der MTV die Intensität deutlich, verteidigte aggressiver und erspielte sich im dritten Viertel eine knappe Führung. Doch auch im Schlussabschnitt blieb es eng: Wie zu Beginn verhinderten vergebene einfache Würfe eine frühere Entscheidung. Mainz fightete bis zum Ende und zeigte eine starke Einstellung – ein Auftritt, der Selbstvertrauen für die anstehenden Playdowns geben dürfte.
Zuletzt in Bestform: Jana Schreiner
Am Ende entschied die Spielkontrolle des MTV: nur fünf Ballverluste bei hohem Tempo sowie 38 Prozent Trefferquote von der Dreierlinie. Zudem punkteten fünf Spielerinnen zweistellig – Ausdruck eines funktionierenden Teamspiels.
Fazit
„Es war ein Spiel mit viel Rhythmus und Dynamik, eigentlich genau das, was du sehen willst – wir haben es phasenweise gut kontrolliert, lassen aber durch Kleinigkeiten wieder Spannung rein. Trotzdem ist es ein gutes Signal, dass wir so ein Spiel mit der Konstellation ziehen“, analysierte Headcoach Cyril DaSilva.
Ein intensiver, hochattraktiver Saisonabschluss und für die Zuschauer ein begeisterndes Erlebnis – mit dem verdient besseren Ende für den MTV.
Für den MTV spielten: Joanna Scheu (16 Punkte, 8 Assists), Selma Yesilova (14), Louisa Groth (13), Jana Schreiner (13), Chanell Williams (10), Amelie Kehrenberg, (2), Lilith Maitra (2), Paula Armbrust (2), Muna Ngome Kangue (2), Leticia Pereira Gnassingbe (1), Franka Müller
Erste Saisonbilanz
12 Siege, 10 Niederlagen – Platz 6. Mehrwöchige Ausfälle von Schlüsselspielerinnen in der entscheidenden Phase und vier knappe Niederlagen verhinderten eine noch bessere Platzierung. So bleibt am Ende ein Platz im gesicherten Mittelfeld und ein hochverdienter Ruf als kampfstarkes Defensivteam, dass allen Gegnern harte Arbeit auf dem Court abverlangt.
Individuelle Glanzpunkte setzten Selma Yesilova, die sich die Auszeichnung als beste Dreipunktwerferin der Liga sicherte. Joanna Scheu beendet die Saison neben einer gravierenden Verbesserung in der Rolle der Spielmacherin zudem als viertbeste Assistgeberin. Salma El-Haiwan gehört zu den fünf besten Spielerinnen in der Kategorie Steals. Verena Soltau war mit durchschnittlich 6,1 Rebounds die beste deutsche Defense Rebounderin. War das Team in der Vorsaison noch sehr von Chanell Williams abhängig, so verteilte sich die Leistung über mehrere Spielerinnen.

